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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Regeln zum Schutz der Meerforelle um Fünen



dorschgreifer
10.12.14, 08:36
Vielleicht hier ja auch von Interesse:

Bei Fishmaps.de

http://daenemark.fish-maps.de/daenemark-blog/neue-regeln-zum-schutz-der-meerforelle-um-fuenen-4668.html


Die für uns Angler guten Nachrichten aus Dänemark reißen nicht ab! Nach der Bekanntgabe zum Schutz der Brackwasserhechte und der gleichzeitigen Förderung des Angeltourismus in Süd-Seeland und um Møn folgt nun die nächste großartige Neuigkeit, die dazu beitragen wird, dass Dänemark auch zukünftig ein traumhaftes Ziel für Angler bleibt und mehr noch deutlich an Attraktivität gewinnt. Der Fischereiminister Dan Jørgensen hat in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß der Förderung des Angeltourismus Auftrieb gegeben: Mit völlig neuen Initiativen wird der Schutz und die Verbesserung der Lebensräume von Fischen – vor allem der auf Fünen so beliebten Meerforelle – vorangetrieben.

Verbot von Stellnetzen

Als absolut bahnbrechend wird das Verbot der gewerblichen Stellnetzfischerei im 60 km² großen Odense Fjord auf Fühnen angesehen. Auch Areale um Bornholm, bei Norsminde und Nybøl an der dänischen Seite der Flensburger Förde werden zukünftig diesen Schutz genießen. Speziell beim Odense Fjord wird erwartet, dass sich die Meerforellenbestände deutlich verbessern werden. Auch in die Überwachung der Einhaltung dieser Schutzgebiete wird erheblich investiert. Dies gilt insbesondere für die Schutzzonen an Flussmündungen, den netzfreien Küstenbereichen und auch für den illegalen Verkauf der Fische.

Verbot der Schleppnetzfischerei

In nicht weniger als sechs Gebieten rings um die Insel Fünen wird es ein Verbot von gewerblicher Schleppnetzfischerei geben. Diese sogenannten Natura2000-Gebiete werden zukünftig nicht mehr durch die drastischen Auswirkungen der Schleppnetze am Grund verwüstet. Für folgende Gebiete gilt fortan der Schutz vor Schleppnetzfischerei: Der Kleine Belt, die südfünischen Inseln, Fynshoved, Æbelø, und das Meeresgebiet zwischen der kleinen Insel Romsø und der Halbinsel Hindsholm. Zusammengenommen handelt es sich um ein riesiges Areal, in dem zukünftig sämtliche Meerestiere ideale Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen vorfinden. Zusätzlich werden rund 8.000 Hektar Land in Feuchtgebiete umgewandelt, um den Austritt von Stickstoff in die Flüsse und See zu minimieren.

25 Jahre „Meerforelle Fünen“

Rund 25 Jahre lang hat sich das Projekt „Meerforelle Fünen“ für die um Fünen, Langeland und Ærø heimischen Meerforellen eingesetzt. Während dieser Zeit wurden mehr als 200 Dämme und Wehre beseitigt und mehr als 500 Kilometer an Wasserläufen geöffnet und renaturiert, damit die Meerforellen aufsteigen und laichen können. Diese enormen Leistungen haben Fünen über die Landesgrenzen hinaus zum dänischen Meerforellen-Mekka gemacht, das jedes Jahr von Tausenden Anglern besucht wird. In Verbindung mit diesen neuen Initiativen der dänischen Regierung wird jahrelange, erfolgreiche Arbeit belohnt und ein wesentlicher Grundstein für die zukünftige Entwicklung und Verbesserung des Angeltourismus gelegt.

Ermöglicht wurde diese beispielhafte Erfolgsgeschichte durch die Kooperation zwischen „Meerforelle Fünen“, vielen freiwilligen Helfern, dem Dänischen Angelverband und lokalen Politikern.

kanalflunder
10.12.14, 09:09
Hallo Angelfreunde,

da sieht man es wieder---die Dänen.
Die scheinen zu wissen, wie man den Angeltourismus
ankurbelt.
Ob so was auch in Deutschland, z. B. in S-H, machbar wäre ???

Mit Petri Heil
kanalflunder

Watt wär´n wa ohne Wattwurm?

dorschgreifer
10.12.14, 09:18
Hallo Angelfreunde,

da sieht man es wieder---die Dänen.
Die scheinen zu wissen, wie man den Angeltourismus
ankurbelt.
Ob so was auch in Deutschland, z. B. in S-H, machbar wäre ???



Naja Jürgen, ich denke, das dient nicht zur Ankurbelung des Angeltourismus, sondern eher zum Schutz der Meerforellen... und hier in Deutschland knicken die Politicker dann eher ein, weil da Existenzen dranhängen, als das sie sich für den Schutz der Fischbestände entscheiden...

Wobei ich in der Hinsicht auch kein Politiker sein möchte, wenn die zwischen den Fronten stehen...

ElmsHorns
10.12.14, 22:10
Aber die Dänen bestimmen etwas und dann ist es gut!!

Hier wird solange geredet und gemeckert bis es vom Tisch ist.
Sowas gibt es Dort nicht!

Ich finde es gut und freue mich, bin gerne in der Gegend um Fünen, gerade bootsurlaub im kleinen Belt finde ich super, da du unabhängig vom Boot ziemlich jeden Tag los kannst.
Da werd ich nächstes Jahr mal sehen ob es wirklich weniger Netze geworden sind!

Gruß Steffen

dorschgreifer
11.12.14, 06:14
Aber die Dänen bestimmen etwas und dann ist es gut!!

Hier wird solange geredet und gemeckert bis es vom Tisch ist.
Sowas gibt es Dort nicht!

Ich finde es gut und freue mich, bin gerne in der Gegend um Fünen, gerade bootsurlaub im kleinen Belt finde ich super, da du unabhängig vom Boot ziemlich jeden Tag los kannst.
Da werd ich nächstes Jahr mal sehen ob es wirklich weniger Netze geworden sind!

Gruß Steffen

Genau so ist das, die fackeln nicht lange.

Und gerade im Kleinen Belt war das vor Jahrzehnetn ja schon einmal, dass dort Schleppfischverbot herschte..., da hat man sich dort mit der Angel dumm und dusselig gefangen. Das hatten die Fischer aber nach nur einem jahr komplett platt gemacht und da war das mit den Angelfängen bei Dorsch und Plattfisch fast vorbei, fing man dann nur noch an unzugänglichen Stellen wie Brückenfeilern und ähnlichem. Die Fischer lassen ihr Schleppgeschirr ja schon im Hafen ins Wasser.... Auch war früher überall Kraut auf dem Grund, teilweise 3m hoch, nach meinem letzten Bootsbesuch war der Grund glatt, wie gebügelt...

Also ich kann das nur begrüßen, dass sich die Unterwasserfauna dort wieder erholt.

ElmsHorns
11.12.14, 09:33
Gut man muss die Berufsfischerei nicht komplett verbieten aber das schleppnetzfischen ist schon ein starker Eingriff, das merkt man immer wieder.
Eingeschränkte plätze für Stellnetze und keine Schleppnetze dann ist das ein guter Deal für beide Seiten, die schleppnetzfischer können auch weiter raus fahren,
die müssen nicht im Belt fahren.
Aber Die Stellnetze haben mich diesen Mai echt genervt, hinter den Strommasten dicht an dicht, kaum noch wieder rausgefunden.

Gruß Steffen