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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fliegenfischen oder Spinnfischen welche Methode bringt mehr Fisch?



WST
13.10.08, 22:33
Mit den Fliegenfischern mit denen wir noch Gesprochen haben konnten nicht mal einen Biss vermelden.

Danke erst einmal:
wer als "Fliegenwedler" auch hier an der Ostseeküste sein Glück versucht, darf sich nicht wundern, dass es mit anderen Techniken - gerade in Sachen Kunstköder - ein wenig besser verläuft. :cool:
Es ist eben so...

Trotzdem gibt es ein paar wenige - und es werden immer mehr - die als Fliegenfischer vom Ufer aus recht erfolgreich sind... :angel:

Tight Lines

WST

Talisker
14.10.08, 08:36
Danke erst einmal:
wer als "Fliegenwedler" auch hier an der Ostseeküste sein Glück versucht, darf sich nicht wundern, dass es mit anderen Techniken - gerade in Sachen Kunstköder - ein wenig besser verläuft. :cool:
Es ist eben so...

Trotzdem gibt es ein paar wenige - und es werden immer mehr - die als Fliegenfischer vom Ufer aus recht erfolgreich sind... :angel:

Tight Lines

WST

@ WST glaubst Du, dass die Spinnfischer im Moment in der Kieler Bucht mehr rausholen als die Fliegenfischer?

Achim Stahl
14.10.08, 13:01
Moin,

WST hat geschrieben:


wer als "Fliegenwedler" auch hier an der Ostseeküste sein Glück versucht, darf sich nicht wundern, dass es mit anderen Techniken - gerade in Sachen Kunstköder - ein wenig besser verläuft.
Es ist eben so...



...Nur dass es in den meisten Fällen genau umgekehrt ist!

Es ist kein Zufall, dass immer mehr gestandene Spinnangler an der Küste -oft über den Umweg Sbirollino- zum Fliegenfischen finden. Die Fliege ist mit Sicherheit in 90% der Fälle der fängigste Köder. Und ebenfalls in 90% der Fälle stehen die Fische so dicht unter Land, dass auch ein Einsteiger sie mit der Fliegenrute erreicht.

Wer konsequent mit der Fliege fischt und sich mit dieser Fischerei auch ernsthaft auseinandersetzt wird mit Sicherheit nicht weniger fangen als mit Spinngerät. Leider fehlt vielen Anglern das nötige Vertrauen, so dass sie meistens nach ein paar halbherzigen Versuchen mit der Fliegenrute wieder zum Spinngerät greifen. Und dann kann natürlich immer nur der Köder fangen, der im Wasser ist.


Viele Grüße!

Achim

Talisker
14.10.08, 20:51
Wer konsequent mit der Fliege fischt und sich mit dieser Fischerei auch ernsthaft auseinandersetzt wird mit Sicherheit nicht weniger fangen als mit Spinngerät. Leider fehlt vielen Anglern das nötige Vertrauen, so dass sie meistens nach ein paar halbherzigen Versuchen mit der Fliegenrute wieder zum Spinngerät greifen...

Naja Achim, Du muss aber auch zugeben, dass das am Anfang 'ne ziemliche Quälerei sein kann mit der Fliegenrute. Mittlerweile hat's mich total gepackt und meine Spinnrute hole ich nur noch selten raus, wenn mir der Wind nicht so recht zusagt.

WST
14.10.08, 22:40
@ Talisker: hier sehe ich es ein wenig anders als Fliegenfischerfreund Achim...

"Und ebenfalls in 90% der Fälle stehen die Fische so dicht unter Land, dass auch ein Einsteiger sie mit der Fliegenrute erreicht."


Wer hier "heimisch" ist, mag vielleicht die Stellen kennen, die Achim hiermit gemeint haben dürfte ... aus meiner subjektiven Sicht sind und bleiben dies aber nur wenige Plätze, die der "Gelegenheitsangler" - egal, ob mit Fliege oder Blinker - recht selten befischt. :rolleyes:

Für die anderen dürfte es daher weiterhin von Vorteil sein, z.B. die Fliege an der Bombarda/am Sbirulino oder den Blinker weit entfernt vom Ufer anbieten zu können... es wird definitiv eine weitaus größere Wasserfläche abgefischt, was oft zum unerwarteten Biss führt. :blob:

Kennt man dann hier ein paar gute Stellen zum Fischen mit der Fliege, ist es nicht immer der Fall, dass Wind- und Wasserbedingungen ein effektives Angeln mit diesen sehr leichten Kunstködern zulassen... bei starkem auflandigem Wind, dann - für einen Rechtshänder - noch die Windrichtung aus der ""Wurfhand". :(

Ich jedenfalls greife dann lieber zu einem "Wurfgewicht für die Fliege" an der Spinnrute bzw. einer längeren Version, mit "Strecker" und vorgeknüpftem kleineren Haken... selbstverständlich am "Rutschknoten". :rolleyes:

An "richtiger" Stelle ein mäßiger, auflandiger Wind von links - für einen absoluten Rechtshänder wie mich - gibt es wohl relativ selten... dürfte die "Ausbeute" zufriedenstellend ausfallen... falls nicht, kann man - bei entsprechender Ortskenntnis - dann natürlich den Platz wechseln... doch wohl nicht alle Leser hier dürten vermutlich über solch ein Wissen verfügen wie z.B. Achim oder auch meine Wenigkeit. (bitte ohne "Überheblichkeit" zu verstehen)

Ich habe vor ein paar Jahren mich einmal einem Selbsttest unterzogen, an der Ostsee lediglich mit der Fliegenrute vom Strand oder Belly aus bzw. die Fliege am Sbirulino zu fischen... nicht ein einziges Mal Wobbler pp. eingesetzt: mit den "Fangerfolgen" war ich zwar auch zufrieden, doch lagen diese - rein statistisch gesehen - unterhalb denjenigen der Vorjahre.
Vielleicht hatte ich ja halt Pech, "schlechte" Jahre erwischt zu haben... dies glaube ich aber nicht, da gleichfalls Mitfischer mit Wobblern/Blinkern in diesem "Zeitfenster" Fische in Menge und Gewicht an Land gezogen hatten, von denen auch hier etliche nur träumen können. :cool:

Auch an der Ostsee hier vor Schleswig-Holstein habe ich in vergangenen Dekaden schon ein paar Meerforellen von über 10 Pfund fangen dürfen... dies aber meist in sehr, sehr weiter Entfernung vom Ufer in der Wathose oder z.B. vom Belly aus... mit der Fliege oder anderem Gerät an der Spinnrute.

Natürlich hält sich gerade unter den "Fliegenwedlern" der Satz: "Mit der Fliege wird auch in der Ostsee mehr und größer gefangen, da die Fische meist zwischen den Beinen der Angler schwimmen" ... dies entspricht aber zumindest nicht MEINER Sichtweise!

Also aus meiner Sicht der "Rat" an alle "Blech- und Fliegenfischer" ... bitte stets sich den lokalen Begebenheiten anpassen, eventuell dann lieber den Standort wechseln... als wieder einmal "Schneiderlein" zu werden! :rolleyes:

Talisker
15.10.08, 07:59
Mit der größeren Wasserfläche beim Spinnfischen, das mag ja stimmen. Die Mageninhalte von gefangenen Meerforellen zeigen jedoch, dass Kleinfische oft nur einen Teil des Beutespektrums ausmachen. Der andere Teil besteht aus Garnelen, Würmern, und allerlei anderen kleinen Wassertierchen. Das Imitieren dieser Kleintiere, sowohl im Aussehen als auch in der Bewegung, ist wohl den künstlichen Fliegen vorbehalten.


Zum Wind: Der macht mir auch noch hin und wenn zu schaffen. Die Windrichtung ist mir persönlich schnuppe, werfen kann man immer irgendwie, wenn man mit Wathose loszieht. Stärkere Winde bringen mich ab und zu noch zum Verzweifeln. Das geht mir ab 4 bft beim Spinnfischen aber auch so.

Achim Stahl
15.10.08, 11:11
Moin,

natürlich ist es richtig, dass die Umstellung vom Spinnangeln zum Fliegenfischen ein harter Brocken ist, sowohl finanziell als auch technisch. Aber wer diese Hürde genommen hat, kann jederzeit mit der Fliege sehr effizient fischen.


Leider gibt es bei der Meerforellenfischerei ein paar hartnäckige Gerüchte, denen auch langjährige Fischer immer wieder aufsitzen:


Wer hier "heimisch" ist, mag vielleicht die Stellen kennen, die Achim hiermit gemeint haben dürfte ... aus meiner subjektiven Sicht sind und bleiben dies aber nur wenige Plätze, die der "Gelegenheitsangler" - egal, ob mit Fliege oder Blinker - recht selten befischt.

Für die anderen dürfte es daher weiterhin von Vorteil sein, z.B. die Fliege an der Bombarda/am Sbirulino oder den Blinker weit entfernt vom Ufer anbieten zu können... es wird definitiv eine weitaus größere Wasserfläche abgefischt, was oft zum unerwarteten Biss führt.


Sorry, Wolfgang, das trifft nach meiner Erfahrung nun wirklich gar nicht zu!

Ich habe mir fast alle populären Meerforellenplätze schon vom Bellyboat aus angesehen. Fast überall sind die besten Stellen unmittelbar unter Land. Mit zunehmender Entfernung werden die Futtergründe immer schlechter. Das heißt auch, wer extrem weit wirft, fischt die meiste Zeit außerhalb der fängigsten Zonen(!!!)

Kassisches Beispiel Stohl: Unter Land befindet sich eine tiefe Rinne von 15 bis 30 Meter Breite, dahinter eine flache unbewachsene Sandbank. Wer hier weit wirft, fischt die meiste Zeit über nacktem Sand. Wer mit der Fliege nur 10 Meter schafft, ist immer da, wo der Fisch ist.

Man braucht sich auch nur ein wenig mit dem Fressverhalten der Meerforelle auseinandersetzen: Die Forellen jagen entweder Heringe und befinden sich damit im Hochseebereich, also außerhalb jeder Blinkerwurfweite vom Ufer aus und nur mit Trollingbooten erreichbar - oder sie fressen Nahrungstiere, die sich in den Flachwasserbereichen unter Land aufhalten: Sandaale, Garnelen, Tangläufer, Seeringelwürmer, Sandgrundeln...

Dieses Futter finden sie vor allem auf den Muschelbänken, Blasentangfeldern und Aalgraswiesen im Flachwasser. In Wassertiefen über zwei Metern befindet sich wesentlich weniger Nahrung. Wer sich im Flachwasser ruhig verhält und eine Fliege ohne viel Geplatsche und künstliche Druckwelle (Sbirollino) anbietet, kann auch im knietiefen Wasser außerordentlich erfolgreich sein.



Kennt man dann hier ein paar gute Stellen zum Fischen mit der Fliege, ist es nicht immer der Fall, dass Wind- und Wasserbedingungen ein effektives Angeln mit diesen sehr leichten Kunstködern zulassen... bei starkem auflandigem Wind, dann - für einen Rechtshänder - noch die Windrichtung aus der ""Wurfhand".

Auch das ist in meinen Augen nicht zu Ende gedacht. Ich selbst führe Guidings und Fliegenfischerkurse an der Küste durch, und ich musste in den über 10 Jahren, in denen ich das bereits mache, noch keinen einzigen Termin wegen Wind ausfallen lassen, auch nicht mit blutigen Anfängern. Unsere Küste ist so abwechslungsreich, dass man bei jedem Wind eine Stelle finden kann, an der er aus der optimalen Richtung weht. Der Klügere gibt nach: sind die Verhältnisse an Stelle A für das Fliegenfischen ungünstig, suche ich Stelle B auf. So einfach ist das. Bei Wind von links hinten kann jeder Anfänger (so lange er Rechtshänder ist) problemlos werfen. Das Wasser ist dann leicht bewegt, die Wellen halten sich in Grenzen - alles passt!

Wer glaubt, er müsse mit der Fliegenrute gegen strammen auflandigen Wind und Brandung ankämpfen, hat die Leichtigkeit und Entspanntheit des Fliegenfischens an der Küste offensichtlich nicht verstanden.

Ach ja, wer nicht genügend Plätze kennt, sollte einfach mal einen Blick in die blauen Büchlein der Rapsbande werfen, Google Earth bemühen oder jemanden fragen, der sich auskennt. :cool:



Also aus meiner Sicht der "Rat" an alle "Blech- und Fliegenfischer" ... bitte stets sich den lokalen Begebenheiten anpassen, eventuell dann lieber den Standort wechseln... als wieder einmal "Schneiderlein" zu werden!


Eben!;)


Viele Grüße!

Achim

Talisker
15.10.08, 17:28
... Wer glaubt, er müsse mit der Fliegenrute gegen strammen auflandigen Wind und Brandung ankämpfen, hat die Leichtigkeit und Entspanntheit des Fliegenfischens an der Küste offensichtlich nicht verstanden...

Vielleicht hast Du ja mal ein paar Tipps parat, wie man mit so strammem Wind und Brandung am besten umgeht. Fischst Du bei starkem Wind eine andere Schnur, z.B. einen Schusskopf? Ist bei stärkerer Brandung eine Sinkschnur besser?

Achim Stahl
15.10.08, 18:14
Hallo Talisker,


Vielleicht hast Du ja mal ein paar Tipps parat, wie man mit so strammem Wind und Brandung am besten umgeht. Fischst Du bei starkem Wind eine andere Schnur, z.B. einen Schusskopf? Ist bei stärkerer Brandung eine Sinkschnur besser?

Ich fische auch bei Sturm mit einer 7er WF floating mit mittellanger Keule.

Bei starker Brandung ist eine leicht einsinkende Schnur geeigneter, weil sie die Wellen schneidet. Ich meide aber Stellen mit starker Brandung. Das ist mir einfach zu ätzend, wenn mir die Wellen ins Gesicht schlagen, die Hände immer naß sind, der Schnurkorb andauernd vollläuft und mir vieleicht sogar noch eine Welle in die Wathose schwappt.

Die Platzwahl ist ausschlaggebend. Suche dir eine Stelle, wo du den Wind von links hinten hast, dann kannst du ganz entspannt werfen. Der Seitenwind hält dir den Haken weg vom Körper und trägt deine Schnur von alleine nach draußen. Bei leicht ablandigem Wind hält sich auch die Brandung in Grenzen. Und dass man bei ablandigem Wind nichts fängt, ist auch eines von diesen hartnäckigen Gerüchten. :cool:

Direkter Rückenwind ist allerdings auch nicht gut. Dann läßt sich zum einen die Schnur nur sehr schwer nach hinten strecken, zum anderen kommt es in der Abdeckung der Steilküste oft zu gefährlichen Verwirbelungen und nervigen Fallwinden.


Viele Grüße!


Achim

rosi
15.10.08, 20:32
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß in warmen Sommernächten eine dunkle Fliege erfolgreicher auf Meerforellen fischt als ein Blinker. Doch ich würde das nicht verallgemeinern. Im kalten, klaren Februarwasser fängt der Blinker auf jeden Fall besser als die Fliege. Da sind ja nicht nur Meerforellen unterwegs, sondern auch Dorsche. Der Blinker läßt sich eben weg werfen, langsam und tief oder schnell und weit oben. Kein Getüdel mit kalten Fingern an einer neuen Fliege die tiefer schwimmt oder einer neuen Schnur. ( Sbirolino) Bei uns sind Meerforellen seltener anzutreffen als bei euch in SH. Ein schöner Morgendorsch ist dann die Entschädigung fürs Aufstehen.

Wenn Fliegenfischen an der Küste so erfolgreich wäre, würden es viel mehr Leute versuchen. Das hat nichts mit Geld zu tun, auch eine ordentliche Spinnfischerausrüstung oder eine Bootsausrüstung ist euromäßig nach oben offen. Auch den Umgang mit Boot, Brandungsrute oder Spinnrute muß man erst lernen. Wenn man es kann, ist die Kühltruhe bald so überfüllt, daß man zur Fliege greifen sollte. Damit halten sich die Erfolge nämlich in Grenzen. Dafür schärfen sich die Sinne wieder für eine neue Situation. Der Jagdtrieb verdrängt eingeschliffene Wege. Die Welt besteht aus Bindematerial. Oder aus Fliegenfischerknoten. Fliegenfischen ist etwas ganz besonderes, etwas ganz schwieriges, etwas was nicht jeder kann, etwas was elegant und sauber aussieht, etwas, woran man glauben muß. Von daher hat Achim natürlich Recht.
Doch falls man nach einer Weile gezwungen ist, seinen Fisch beim Fischer zu kaufen, gibt es eine Alternative: Bootsrute, Spinnrute, Brandungsrute.

Was ich sagen wollte, alles zu seiner Zeit. Purismus ist anstrengend. (ich meine nur die Küste, denn an Bächen sieht das völlig anders aus)

Fischfinger
15.10.08, 20:37
Schönes Statement Rosi und ein flammender Appell für´s Fliegenfischen!

Johnny99
15.10.08, 20:44
Wirklich schön gesagt, Rosi.
Wobei die ganze Diskusion sehr Interesant ist! Sollte ich meine vor Jahren angeschafte( und völlig verstaubte weil nie benutzte) Fliegen-Garnitur doch mal entstauben???

dorschgreifer
15.10.08, 21:15
Wirklich schön gesagt, Rosi.
Wobei die ganze Diskusion sehr Interesant ist! Sollte ich meine vor Jahren angeschafte( und völlig verstaubte weil nie benutzte) Fliegen-Garnitur doch mal entstauben???

Was Du nicht alles hast......

Fliege ist auch für mich nicht uninteressant, nur braucht man dafür auch erst einmal Zeit zum Üben und Erfahrung zu sammeln. Beim Casting habe ich als Jugendlicher ja auch damit geworfen...., nur ist Trockenwerfen auf Wasserschüsseln etwas Anderes, als in Natur.

Wenn meine Kleine mal aus dem Gröbsten raus ist, werde ich mich warscheinlich auch mal damit beschäftigen.

Johnny99
15.10.08, 21:18
Das Chaos-Fliegen-Team sozusagen...

rosi
15.10.08, 21:44
Wirklich schön gesagt, Rosi.
Wobei die ganze Diskusion sehr Interesant ist! Sollte ich meine vor Jahren angeschafte( und völlig verstaubte weil nie benutzte) Fliegen-Garnitur doch mal entstauben???
Hi Jonny, das kommt auf die Fliegen an. Eingefleischte Fliegenfischer schütteln jetzt den Kopf. Doch Fliegen kann man nicht nur mit einer Fliegenrute werfen. Das geht auch mit einem Sbirolino oder einfach statt Drilling am Blinker, oder als Springerfliege, am Brandungspaternoster statt Auftriebsperle, beim Schleppen hinter dem Boot, am Downrigger...
Seht euch um in den Angelläden. Was ist am Makrelenpaternoster? Am Heringspaternoster, an vielen Drillingen? Federn, Wolle, Glitzerzeug, Fliegen.:)

Talisker
16.10.08, 07:00
... Wenn Fliegenfischen an der Küste so erfolgreich wäre, würden es viel mehr Leute versuchen...

Ich glaube, die meisten Mefojäger, die ich dieses Jahr in der Kieler Umgebung gesehen habe, waren mit Fliegenrute unterwegs.

Talisker
16.10.08, 14:25
Was hält eigentlich die "reinen" Spinnangler davon ab, es auch mal mit der Fliegenrute zu versuchen. Ist die Kühltruhe wirklich immer übervoll? Angst, schon wieder neues Gerät anzuschaffen. Gibt es Leute, die Fliegenfischen albern finden?

rosi
16.10.08, 14:29
Ich glaube, die meisten Mefojäger, die ich dieses Jahr in der Kieler Umgebung gesehen habe, waren mit Fliegenrute unterwegs.

Moin Talisker, woran erkennst du denn einen Mefojäger?

Johnny99
16.10.08, 14:30
Was hält eigentlich die "reinen" Spinnangler davon ab, es auch mal mit der Fliegenrute zu versuchen. Ist die Kühltruhe wirklich immer übervoll? Angst, schon wieder neues Gerät anzuschaffen. Gibt es Leute, die Fliegenfischen albern finden?

Ich für meinen Teil habe fast "Angst" davor :rolleyes:
Naja, Angst, aber eine gehörige Portion Respekt auf jeden Fall. Es heißt, es ist so schwierig, man muss Jahrelang üben, man muss ca. 1000 Fliegenmuster kennen und dabei haben, beim werfen verletzt man sich und ich weiß garnicht, wie ich die Fliege, die dann im Wasser ist, führt...
Das dürften die Gründe sein, warum ich mir eine Rute/Rolle/ Schnur zugelegt habe und mich nie ran getraut habe!
Das Ende vom Lied war für mich, das meine Frau meine Fliegenschnur zum aufhängen der Blumenampeln verwendet hat... :abgelehnt:

dorschgreifer
16.10.08, 14:33
Das Ende vom Lied war für mich, das meine Frau meine Fliegenschnur zum aufhängen der Blumenampeln verwendet hat... :abgelehnt:

Nee, nicht wirklich, oder etwa doch.... Das war dann aber eine teure Aufhängung.....:rolleyes:

Johnny99
16.10.08, 14:35
Nee, nicht wirklich, oder etwa doch.... Das war dann aber eine teure Aufhängung.....:rolleyes:

Doch, das ist nun kein Spruch, es ist so passiert...:ka:

Talisker
16.10.08, 14:38
Für das Werfenüben sollte man vielleicht ein paar Stunden einplanen. Für alle anderen Fragen gibt es doch www.anglerforum-sh.de !!!

Johnny99
16.10.08, 14:41
Fragen, Sebastian, sind eine Sache da man so sich zwar ein Theoretisches Wissen aneignet, aber damit nicht die Eigentliche Hemmschwelle überwindet...

Talisker
16.10.08, 14:41
Verletzen tut man sich relativ selten. Gut, ab und zu landet mal ein Haken im Auge, aber es gibt schlimmeres. Achim drückt die Widerhaken seiner Fliegen an. Dann kann man die Haken besser aus dem Auge popeln.

Talisker
16.10.08, 14:45
Fragen, Sebastian, sind eine Sache da man so sich zwar ein Theoretisches Wissen aneignet, aber damit nicht die Eigentliche Hemmschwelle überwindet...

Lass Dir von einem, der davon was versteht, das Werfen zeigen. Der Rest kommt von alleine.

Achim Stahl
16.10.08, 20:00
Hallo Johnny,


Ich für meinen Teil habe fast "Angst" davor :rolleyes:
Naja, Angst, aber eine gehörige Portion Respekt auf jeden Fall. Es heißt, es ist so schwierig, man muss Jahrelang üben, man muss ca. 1000 Fliegenmuster kennen und dabei haben, beim werfen verletzt man sich und ich weiß garnicht, wie ich die Fliege, die dann im Wasser ist, führt...
Das dürften die Gründe sein, warum ich mir eine Rute/Rolle/ Schnur zugelegt habe und mich nie ran getraut habe!
Das Ende vom Lied war für mich, das meine Frau meine Fliegenschnur zum aufhängen der Blumenampeln verwendet hat... :abgelehnt:

wenn du willst, nehme ich dir gerne die Angst.

Ich bringe meinen Kursteilnehmer die Grundzüge des Fiegenfischens normalerweise an einem einzigen Wochenende bei. Natürlich sind die dann keine Profis, aber sie können losziehen und selbständig erfolgreich mit der Fliege fischen. Der Rest ist dann nur Übung.

Fürs Meerforellenfischen an der Küste brauchst du ungefähr fünf verschiedene Fliegenmuster. Das ist viel weniger als der durchschnittliche Spinnangler an verschiedenen Blinkern und Wobblern mit sich führt.

Ich habe schon häßliche Verletzungen von Drillingen beim Kutterangeln und beim Spinnangeln gesehen. Wenn du beim Fliegenfischen eine Brille und einen Hut auf hast, ist das wesentlich ungefährlicher. Und wenn du die Widerhaken andrückst, schonst du nicht nur die Fische!;)


Viele Grüße!


Achim

Johnny99
16.10.08, 20:11
Hallo Achim,
ich danke dir für dieses Angebot und fühle mich schon etwas mutiger.
Ich werde demnächst mal schreiben, was ich an Gerät habe und vielleicht könnt ihr ein Urteil abgeben, ob es für Einsteiger geeignet ist.Ich denke ich muss mal einen Schritt vor dem anderen machen.
Danke nochmal!!!
Grüße
Frank

rosi
16.10.08, 22:22
Schade, Herr Talisker hat meine Frage überlesen.

Hi Jonny, wieso hast du dir denn eigentlich eine Fliegenfischerausrüstung zugelegt? Man kann doch zuerst mal mit geliehenem Gerät versuchen.

Johnny99
16.10.08, 22:23
@ Rosi
Ich war jung und hatte das Geld :rolleyes:

Talisker
17.10.08, 12:08
Schade, Herr Talisker hat meine Frage überlesen.

Sorry Rosi, ich hatte Deine Frage tatsächlich nicht gesehen. Woran ich einen Mefojäger erkenne?
Naja, ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die hier am Tage mit Wathose und Spinn- oder Fliegenrute unterwegs sind, den Meerforellen nachstellen. Meinst Du nicht auch?

rosi
17.10.08, 19:50
Moin Talisker, das wäre hier eine Unterstellung, denn die Meerforelle hat Schonzeit.

Ich habe in diesem ganzen Jahr 2 Mal einen Fliegenfischer beim Fischen an der Küste beobachtet, der Rest kommt mit Spinnrute oder selten mit Sbirolino. Die Fliegenfischer gehen lieber an die Warnow oder irgendwo ins Süßwasser.

Meckerpott30
17.10.08, 21:26
@ Rosi

Vielleicht sind hier mehr Wedler. Habe gerade auch noch einen im Wasser getroffen. Also rein verbal, nicht mit meinem Blinker.

Es mag ja auch sein, dass hier prozentual mehr Angler zur Fliegenrute greifen.

Na ja und Schonzeit ist doch nur für die gefärbten Mefos. Da schauen wir dann natürlich sehr kritisch.

rosi
17.10.08, 22:46
@ Meckerpott Schonzeit ist bei uns komplett für alle Mefos.

Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Gegebenheiten ein paar Km weiter sind. Bei euch gibt es mehr Fliegenfischer und keine Schonzeit, oder nur für braun Gefärbte. Das Mindestmaß ist bei 40cm. Die Spinnfischer schwören auf Spökis. An unserer Küste sieht man nur ganz selten Fliegenfischer, Meerforellen sind rar, ihr Mindestmaß beträgt 45cm, sie sind 3 Monate streng geschont. Spökis verwendet kaum ein Spinnfischer.
Letztens habe ich mit einem dänischen Spinnfischer geschwatzt. Er wunderte sich, wieso der Stripper hier überhaupt keinen Fisch brachte. Das ist bei ihm zu Hause der Bringer.
Noch ein paar Km weiter östlich, Richtung Rügen, ist wieder ein anderes Revier. Ob das am abnehmenden Salzgehalt liegt?

Meckerpott30
18.10.08, 10:40
@ Rosi

Das sind aber Spezialfragen, die du mal jemanden stellen solltest, der sich damit auskennt.
Vorstellen kann ich mir, dass vieles mit dem Nahrungsangebot und dem Standort zusammenhängt.