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    #1
  1. Mitglied Avatar von ademischko
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    Rotes Gesicht Und so kams, wie es kommen musste

    Und so kams, wie es kommen musste.

    Moinsen,

    Das war ja mal ein krasser Angeltag gestern. Los gings, als der Wecker um 4:30Uhr klingelte. Schnell Mathis anrufen, dass er auch ja nicht verpennt und ich umsonst aufgestanden bin und auch ihn dann geweckt. 5:30Uhr getroffen und kurz nach 6 am Wasser in Weissenhaus gewesen und erst einmal gestaunt, dass wir wirklich nicht die ersten waren. Wir waren nicht einmal einer der ersten Nein, es waren bestimmt ein Dutzend Angler gerade am auspacken aufm Parkplatz, ich weiß gar nicht wie viele schon vom Land aus geangelt haben und drei weitere Bellyboot Fahrer, ein paar Kajak Fahrer usw Also dass der Strand gut besucht ist hab ich ja nun gehört und gelesen. Diesmal hab ichs dann verstanden, was damit wirklich gemeint war Naja egal, erstmal den Sonnenaufgang genießen



    Wetterberichten zu folge sollte es gestern wolkig werden, aber von denen war keine Spur und so versprach es ein super Angeltag zu werden. Donnerstag hatten wir noch unsere neuen Flossen bestellt, da wir mit den alten Flossen überhaupt keinen Vorschub bekamen und uns sehr anstrengen mussten. Diese kamen gleich auch zum Glück noch vor dem Wochenende, sodass wir die nun auch ausprobieren konnten und wir waren uns sofort einig, dass das eine gute Investition war. Wir haben uns die Mares X-Stream gekauft und das Belly Boot machte nun auch endlich genau das, was wir wollten. So kam es dann auch, dass wir uns übermütig mal etwas weit raus trauten :D mit Rückenwind



    Aber das zurück kommen war kein Problem trotz dem Gegenwind. Da draußen hatte Mathis zu dem Zeitpunkt auch schon seine zwei Dorsche gefangen, wovon einer n richtiger Klopper war mit 65cm. Der andere hatte gutes Maß und so durften auch beide mit. Nach einer Weile da draußen gings eben wieder zurück unter Land. Wir waren kurz ausgewichen, weil auf Meerforelle nix ging zu der Zeit irgendwie und wir wollten überhaupt mal etwas Drillen und auf Dorsch hat man da ja bekanntlich mehr Chance. Nun gut, ich durfte jedenfalls nicht drillen und so sollte es dann auch bleiben. Volle 9 Stunden aufm Wasser und ich hatte nicht einen Biss. Einen Nachläufer gleich nachdem wir von den Dorsch wieder zurückkamen, aber das wars dann für mich den ganzen Tag. Mehr durfte ich mich dann mit anderen Sachen auseinander setzen. Zum einen und positiven war das geile Wetter. Ich habs genossen und erst recht später, wo die Sonne draußen und der Wind komplett weg war, war es eine geile Angelei.



    Leider wurde das Wasser dadurch auch glasklar, sodass weder bei mir (ja sowieso nicht) noch bei Mathis noch was ging (vorerst jedenfalls).
    Ungefähr dann wurde mir auch klar, warum ich nichts fangen sollte an dem Tag, denn es war mein persönlicher Pechtag. Irgendwann gegen 14Uhr bekam ich einen Anruf von meinem Bruder, der mir erzählte, dass die Türen von meinem Auto (diesen hatte ich ja aufm Wilhelmsplatz abgestellt und meine Angelsachen bei Mathis eingeladen und nur mit einem Auto gefahren) auf seien. Die Polizei hat angerufen und ihm das erzählt. Dann erst mal bei der örtlichen Polizei angerufen, dieser hat dann kurz recherchiert und mich zurück gerufen und meinte, dass mein Fenster unten gewesen sei und einer, der neben mir geparkt hatte, die Polizei gerufen hat. Na wenigstens hat jemand die Polizei gerufen dacht ich mir und bedankte mich in Gedanken bei dem Anrufer. Zu holen wäre im Auto eh nix gewesen, da ich nichts wertvolles drin gelassen hatte. Jedenfalls haben die Polizisten wohl das Fenster irgendwie hoch bekommen und die Tür nur zugeschlagen aber abschließen konnten die nicht sagte mir der Polizist am Telefon. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, wie das Fenster unten gewesen sein sollte. Ich bin kurz bevor ich bei Mathis eingestiegen bin noch einmal ums Auto gelaufen und habs gecheckt und das Fenster war mir nicht aufgefallen. Und dann war es noch komisch, als ich meinen Neffen beauftragte da mit dem Ersatzschlüssel hin zu fahren und abzuschließen er mich anrief und sagte, dass die Tür abgeschlossen ist... „Merkartig“ ^^

    Naja dann hatte ich kurz Ruhe, bis ich Mathis fragte, ob ich mal n Wobbler haben könnte, denn ich wollte ein bisschen schleppen und er sagte mir noch, pass bloß auf den Wobbler auf, der ist ziemlich teuer gewesen. Naja es kam wie es kommen musste. Nachdem ich eine Bahn von der Spitze der Steilküste bis zum Einlauf geschleppt hatte und nichts ans Band bekam, hab ich aufgehört mit dem Schleppen. Aber ich wollte den Wobbler noch nutzen und warf den aus immer und immer wieder, bis irgendwann die Schnur beim Auswurf geplatzt und der Wobbler wegflog. Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte. Der Bügel war aufgeklappt und ich hab ganz normal ausgeworfen. Im Nachhinein frage ich mich, ob ich zu lange den Finger auf der Schnur hatte und der Wobbler deswegen davon flog, aber das kann ich nicht genau sagen. Naja daraufhin suchte ich den Wobbler, aber da ich mich mit dem Rücken zum Wobbler hin bewegen musste, war er sehr schwer ihn im Auge zu behalten und so fand ich den auch nicht wieder und musste Mathis erstmal den Verlust gestehen Laune sank noch einmal etwas mehr.
    Und ca. zwei Stunden später kam dann das nächste Missgeschick.. Ich hatte den Blinker komplett eingeholt und wollte gerade den Bügel aufklappen, als ich sah, dass sich eine Schlaufe auf der Schnur gebildet hatte bei voller Wurfweite und vom einholen der Schnur, lag die Schlaufe halt irgendwo ganz weiten unten, eben bei voller Wurfweite. Was nun, unter uns war nur Kraut und dass ich den Blinker kurz aufs Belly und die Schnur ins Wasser legen konnte, fiel mir zu der Zeit nicht ein, sodass ich mich für einen Auswurf entschied. Ich dachte mir, dass die Schnur dann halt von der Spule läuft bis zur Schlaufe und die dann auch einfach ins Wasser fällt. Aber Pustekuchen. Die ablaufende Schnur verhedderte sich mit der Schlaufe, die Schnur platze und der Blinker flog davon. Ich musste dann trotzdem alles per Hand von der Spule nehmen und dir Schnur abschneiden, weil ich die Perücke nicht auf bekam.
    Das war aber noch nicht alles, ich hatte auch einen Blinker beim Auswerfen verloren nach einer Perücken Bildung, naja das war dann wohl auch nicht zu vermeiden nach so einem Tag.
    Und dann war da noch der Vollid*** Küstenangler der gerade ins Wasser watete und gleich der erste Wurf mit seinem Sbiro ca. 5 Meter neben Mathis landete. Unglaublich, auf die Frage hin, wieso er uns uns wirft sagte er, ich werfe nicht auf euch ich werfe einfach gerade raus. Ich würde mich als Belly Boot Angler ja nicht in Wurfreichweite aufhalten. Ich konnt meinen Ohren nicht trauen, als ich das hörte. Schließlich ist er gerade eben erst rein gewatet und wir waren dabei die Küste entlang zu fischen, als wir hätten uns da nichtmal lange aufgehalten. Und dann sagt Mathis dass er mal aufhören soll die Schnur einzuholen und lieber mal Schnur lassen sollte, damit der den Blinker von seiner Schnur lösen kann, denn ja, er hatte auch in die Schnur von Mathis geworfen. Und was sagt der Küstenmöchtegern? „Hä wieso, ich hab einen dran“ und als wir ihm dann sagten, dass es Mathis ist, den er dran hat „Ich kann dich ja auch ranziehen“ Es wurde immer lustiger, schließlich konnten wir ihn davon überreden, dass er schon keinen Hänger bekommt und er langsam Schnur gelassen hat. Ich hätte seine Schnur ganz ehrlich einfach gekappt, aber da war Mathis wohl noch freundlich geblieben. Sowas hab ich ja noch nicht erlebt. Unglaublich, wie einige denken, dass Sie im Recht sind und nicht verstehen, was gerade passiert.

    Resümee des ganzen: zwei Snaps weg, ein Wobbler weg, kein Fisch aber viel Stress


    Allerdings so gegen 15:30Uhr kam nochmal Hoffnung auf, als das Wasser nochmal leicht eintrübte. Und ich sagte noch zu Mathis, wir sind zu dicht am Strand (diesmal war kein Angler weit und breit) und er sagt nur „ja ich kann aber nicht mehr“ und keine 2 Min später hör ich dann nur RRRRRRRRRRRR und RRRRrrrRRRRRRRR Mathis voll aufgeregt und rief nur Adem komm her da musst du mir beim Keschern helfen und zack, bevor ich mich umdrehen konnte hörte ich es hinter mir platschen und Mathis „ALTER, hast du den gesehen der hat locker 80???“ nein hatte ich leider nicht aber ich habs ziemlich laut und fast direkt hinter mir platschen hören. Als ich dann bei Mathis war hatte die Bremse immer noch nicht aufgehört zu surren. Nach ca. 5 min und ein wenig festerer Bremse, konnte er dann einige Meter gewinnen, sodass wir ihn zweimal unmittelbar vor uns sehen konnte. Das eine mal war er sogar fast in Keschernähe und da haben wir gestaunt.. Ich sagte da schon, dass das keine 80 sind.. das sind locker mehr.. und in dem Augenblick drehte der Fisch einmal ab und machte und mit der Schwanzflossen erstmal ORDENTLICH nass. Kurz darauf kam der Fisch dann nochmal an die Oberfläche knapp 2m vor uns und da war ich mir sicher, der Fisch ist ein ü90er. Ich hab noch NIE so einen riesen Fisch in meiner unmittelbaren Nähe gesehen. Der war so übertrieben groß unfassbar. Dieses Bild von dem Fisch krieg ich so leicht nicht mehr ausm Kopf. Mathis fiel auch auf, dass der Fisch leider nicht gebissen hat, sondern gehakt war. So konnte der Fisch auch um einiges mehr Radau machen. Allein schon beim schreiben zitter ist schon wieder leicht. Wie sich Mathis wohl gefühlt haben muss. Das war dann aber auch das letzte mal, dass wir den gesehen haben. Der Fisch zog nurnoch davon ohne das Mathis etwas machen konnte. Er war komplett hilflos und der Blick war nur noch auf der Spule, wo die Schnur unerbittlich runter ging durchgehend in eine Richtung. Er entschied sich dazu nochmal 2 Klicks der Bremse zu zu machen und wenig später kam dann nochmal ein Rumss und Zack—So kams wie es kommen musste-- hing der Wobbler an loser Leine und der Fisch war weg. Bestimmt ne Minute sprachlos wir beide.. wir konnten es nicht fassen… Schließlich holte er die Schnur ein und an zwei Flunken hingen Schuppen… Das war der Fisch des Lebens.. Ans weiter zu angeln konnte Mathis nicht mehr denken und wenn ich nicht gewesen wäre, wäre er wohl auch direkt ausm Wasser gegangen, aber ich wollte halt nochmal IRGENDWAS ans Band bekommen. Haben dann aber nicht lange durchgehalten, sodass wir gegen etwas später als 16Uhr ausm Wasser sind, uns Richtung Kiel bewegten und nur an diesen einen Fisch denken konnten.

    Tja vielleicht war ich auch einfach nur der Unglücksbringer Vielleicht, aber da steckt man ja nicht drin. Sicher ist nur, dass wir das auf jeden Fall wiederholen möchten, aber wer möchte das denn nicht :D
    Gruß ademischko
    DER ist nicht fürs Angeln gemacht :D

  2. #2
  3. AW: Und so kams, wie es kommen musste

    super bericht adem ! die nächste chance nutzen wir vieleicht

  4. #3
  5. Mitglied Avatar von Heide63
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    ach Adem, Mensch, das treibt einem ja das Wasser in die Augen, teils vor Mitleid, teils vor Lachen. Aber die Sache mit Deinem Auto, die ist schon unheimlich. Da war bestimmt den ganzen Tag n kleiner Koboldt an Deiner Seite
    Fröhliches Petri

    Heide

  6. #4
  7. Mitglied Avatar von ademischko
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Ja, ein Kobold ist gut Heide So wars bestimmt

    Edit: Ein Bild hat oben noch gefehlt, wurde mit eingebunden
    Gruß ademischko
    DER ist nicht fürs Angeln gemacht :D

  8. #5
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Zitat Zitat von ademischko Beitrag anzeigen
    Und so kams, wie es kommen musste.

    Moinsen,

    Das war ja mal ein krasser Angeltag gestern. Los gings, als der Wecker um 4:30Uhr klingelte. Schnell Mathis anrufen, dass er auch ja nicht verpennt und ich umsonst aufgestanden bin und auch ihn dann geweckt. 5:30Uhr getroffen und kurz nach 6 am Wasser in Weissenhaus gewesen und erst einmal gestaunt, dass wir wirklich nicht die ersten waren. Wir waren nicht einmal einer der ersten Nein, es waren bestimmt ein Dutzend Angler gerade am auspacken aufm Parkplatz, ich weiß gar nicht wie viele schon vom Land aus geangelt haben und drei weitere Bellyboot Fahrer, ein paar Kajak Fahrer usw Also dass der Strand gut besucht ist hab ich ja nun gehört und gelesen. Diesmal hab ichs dann verstanden, was damit wirklich gemeint war Naja egal, erstmal den Sonnenaufgang genießen



    Wetterberichten zu folge sollte es gestern wolkig werden, aber von denen war keine Spur und so versprach es ein super Angeltag zu werden. Donnerstag hatten wir noch unsere neuen Flossen bestellt, da wir mit den alten Flossen überhaupt keinen Vorschub bekamen und uns sehr anstrengen mussten. Diese kamen gleich auch zum Glück noch vor dem Wochenende, sodass wir die nun auch ausprobieren konnten und wir waren uns sofort einig, dass das eine gute Investition war. Wir haben uns die Mares X-Stream gekauft und das Belly Boot machte nun auch endlich genau das, was wir wollten. So kam es dann auch, dass wir uns übermütig mal etwas weit raus trauten :D mit Rückenwind



    Aber das zurück kommen war kein Problem trotz dem Gegenwind. Da draußen hatte Mathis zu dem Zeitpunkt auch schon seine zwei Dorsche gefangen, wovon einer n richtiger Klopper war mit 65cm. Der andere hatte gutes Maß und so durften auch beide mit. Nach einer Weile da draußen gings eben wieder zurück unter Land. Wir waren kurz ausgewichen, weil auf Meerforelle nix ging zu der Zeit irgendwie und wir wollten überhaupt mal etwas Drillen und auf Dorsch hat man da ja bekanntlich mehr Chance. Nun gut, ich durfte jedenfalls nicht drillen und so sollte es dann auch bleiben. Volle 9 Stunden aufm Wasser und ich hatte nicht einen Biss. Einen Nachläufer gleich nachdem wir von den Dorsch wieder zurückkamen, aber das wars dann für mich den ganzen Tag. Mehr durfte ich mich dann mit anderen Sachen auseinander setzen. Zum einen und positiven war das geile Wetter. Ich habs genossen und erst recht später, wo die Sonne draußen und der Wind komplett weg war, war es eine geile Angelei.



    Leider wurde das Wasser dadurch auch glasklar, sodass weder bei mir (ja sowieso nicht) noch bei Mathis noch was ging (vorerst jedenfalls).
    Ungefähr dann wurde mir auch klar, warum ich nichts fangen sollte an dem Tag, denn es war mein persönlicher Pechtag. Irgendwann gegen 14Uhr bekam ich einen Anruf von meinem Bruder, der mir erzählte, dass die Türen von meinem Auto (diesen hatte ich ja aufm Wilhelmsplatz abgestellt und meine Angelsachen bei Mathis eingeladen und nur mit einem Auto gefahren) auf seien. Die Polizei hat angerufen und ihm das erzählt. Dann erst mal bei der örtlichen Polizei angerufen, dieser hat dann kurz recherchiert und mich zurück gerufen und meinte, dass mein Fenster unten gewesen sei und einer, der neben mir geparkt hatte, die Polizei gerufen hat. Na wenigstens hat jemand die Polizei gerufen dacht ich mir und bedankte mich in Gedanken bei dem Anrufer. Zu holen wäre im Auto eh nix gewesen, da ich nichts wertvolles drin gelassen hatte. Jedenfalls haben die Polizisten wohl das Fenster irgendwie hoch bekommen und die Tür nur zugeschlagen aber abschließen konnten die nicht sagte mir der Polizist am Telefon. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, wie das Fenster unten gewesen sein sollte. Ich bin kurz bevor ich bei Mathis eingestiegen bin noch einmal ums Auto gelaufen und habs gecheckt und das Fenster war mir nicht aufgefallen. Und dann war es noch komisch, als ich meinen Neffen beauftragte da mit dem Ersatzschlüssel hin zu fahren und abzuschließen er mich anrief und sagte, dass die Tür abgeschlossen ist... „Merkartig“ ^^

    Naja dann hatte ich kurz Ruhe, bis ich Mathis fragte, ob ich mal n Wobbler haben könnte, denn ich wollte ein bisschen schleppen und er sagte mir noch, pass bloß auf den Wobbler auf, der ist ziemlich teuer gewesen. Naja es kam wie es kommen musste. Nachdem ich eine Bahn von der Spitze der Steilküste bis zum Einlauf geschleppt hatte und nichts ans Band bekam, hab ich aufgehört mit dem Schleppen. Aber ich wollte den Wobbler noch nutzen und warf den aus immer und immer wieder, bis irgendwann die Schnur beim Auswurf geplatzt und der Wobbler wegflog. Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte. Der Bügel war aufgeklappt und ich hab ganz normal ausgeworfen. Im Nachhinein frage ich mich, ob ich zu lange den Finger auf der Schnur hatte und der Wobbler deswegen davon flog, aber das kann ich nicht genau sagen. Naja daraufhin suchte ich den Wobbler, aber da ich mich mit dem Rücken zum Wobbler hin bewegen musste, war er sehr schwer ihn im Auge zu behalten und so fand ich den auch nicht wieder und musste Mathis erstmal den Verlust gestehen Laune sank noch einmal etwas mehr.
    Und ca. zwei Stunden später kam dann das nächste Missgeschick.. Ich hatte den Blinker komplett eingeholt und wollte gerade den Bügel aufklappen, als ich sah, dass sich eine Schlaufe auf der Schnur gebildet hatte bei voller Wurfweite und vom einholen der Schnur, lag die Schlaufe halt irgendwo ganz weiten unten, eben bei voller Wurfweite. Was nun, unter uns war nur Kraut und dass ich den Blinker kurz aufs Belly und die Schnur ins Wasser legen konnte, fiel mir zu der Zeit nicht ein, sodass ich mich für einen Auswurf entschied. Ich dachte mir, dass die Schnur dann halt von der Spule läuft bis zur Schlaufe und die dann auch einfach ins Wasser fällt. Aber Pustekuchen. Die ablaufende Schnur verhedderte sich mit der Schlaufe, die Schnur platze und der Blinker flog davon. Ich musste dann trotzdem alles per Hand von der Spule nehmen und dir Schnur abschneiden, weil ich die Perücke nicht auf bekam.
    Das war aber noch nicht alles, ich hatte auch einen Blinker beim Auswerfen verloren nach einer Perücken Bildung, naja das war dann wohl auch nicht zu vermeiden nach so einem Tag.
    Und dann war da noch der Vollid*** Küstenangler der gerade ins Wasser watete und gleich der erste Wurf mit seinem Sbiro ca. 5 Meter neben Mathis landete. Unglaublich, auf die Frage hin, wieso er uns uns wirft sagte er, ich werfe nicht auf euch ich werfe einfach gerade raus. Ich würde mich als Belly Boot Angler ja nicht in Wurfreichweite aufhalten. Ich konnt meinen Ohren nicht trauen, als ich das hörte. Schließlich ist er gerade eben erst rein gewatet und wir waren dabei die Küste entlang zu fischen, als wir hätten uns da nichtmal lange aufgehalten. Und dann sagt Mathis dass er mal aufhören soll die Schnur einzuholen und lieber mal Schnur lassen sollte, damit der den Blinker von seiner Schnur lösen kann, denn ja, er hatte auch in die Schnur von Mathis geworfen. Und was sagt der Küstenmöchtegern? „Hä wieso, ich hab einen dran“ und als wir ihm dann sagten, dass es Mathis ist, den er dran hat „Ich kann dich ja auch ranziehen“ Es wurde immer lustiger, schließlich konnten wir ihn davon überreden, dass er schon keinen Hänger bekommt und er langsam Schnur gelassen hat. Ich hätte seine Schnur ganz ehrlich einfach gekappt, aber da war Mathis wohl noch freundlich geblieben. Sowas hab ich ja noch nicht erlebt. Unglaublich, wie einige denken, dass Sie im Recht sind und nicht verstehen, was gerade passiert.

    Resümee des ganzen: zwei Snaps weg, ein Wobbler weg, kein Fisch aber viel Stress


    Allerdings so gegen 15:30Uhr kam nochmal Hoffnung auf, als das Wasser nochmal leicht eintrübte. Und ich sagte noch zu Mathis, wir sind zu dicht am Strand (diesmal war kein Angler weit und breit) und er sagt nur „ja ich kann aber nicht mehr“ und keine 2 Min später hör ich dann nur RRRRRRRRRRRR und RRRRrrrRRRRRRRR Mathis voll aufgeregt und rief nur Adem komm her da musst du mir beim Keschern helfen und zack, bevor ich mich umdrehen konnte hörte ich es hinter mir platschen und Mathis „ALTER, hast du den gesehen der hat locker 80???“ nein hatte ich leider nicht aber ich habs ziemlich laut und fast direkt hinter mir platschen hören. Als ich dann bei Mathis war hatte die Bremse immer noch nicht aufgehört zu surren. Nach ca. 5 min und ein wenig festerer Bremse, konnte er dann einige Meter gewinnen, sodass wir ihn zweimal unmittelbar vor uns sehen konnte. Das eine mal war er sogar fast in Keschernähe und da haben wir gestaunt.. Ich sagte da schon, dass das keine 80 sind.. das sind locker mehr.. und in dem Augenblick drehte der Fisch einmal ab und machte und mit der Schwanzflossen erstmal ORDENTLICH nass. Kurz darauf kam der Fisch dann nochmal an die Oberfläche knapp 2m vor uns und da war ich mir sicher, der Fisch ist ein ü90er. Ich hab noch NIE so einen riesen Fisch in meiner unmittelbaren Nähe gesehen. Der war so übertrieben groß unfassbar. Dieses Bild von dem Fisch krieg ich so leicht nicht mehr ausm Kopf. Mathis fiel auch auf, dass der Fisch leider nicht gebissen hat, sondern gehakt war. So konnte der Fisch auch um einiges mehr Radau machen. Allein schon beim schreiben zitter ist schon wieder leicht. Wie sich Mathis wohl gefühlt haben muss. Das war dann aber auch das letzte mal, dass wir den gesehen haben. Der Fisch zog nurnoch davon ohne das Mathis etwas machen konnte. Er war komplett hilflos und der Blick war nur noch auf der Spule, wo die Schnur unerbittlich runter ging durchgehend in eine Richtung. Er entschied sich dazu nochmal 2 Klicks der Bremse zu zu machen und wenig später kam dann nochmal ein Rumss und Zack—So kams wie es kommen musste-- hing der Wobbler an loser Leine und der Fisch war weg. Bestimmt ne Minute sprachlos wir beide.. wir konnten es nicht fassen… Schließlich holte er die Schnur ein und an zwei Flunken hingen Schuppen… Das war der Fisch des Lebens.. Ans weiter zu angeln konnte Mathis nicht mehr denken und wenn ich nicht gewesen wäre, wäre er wohl auch direkt ausm Wasser gegangen, aber ich wollte halt nochmal IRGENDWAS ans Band bekommen. Haben dann aber nicht lange durchgehalten, sodass wir gegen etwas später als 16Uhr ausm Wasser sind, uns Richtung Kiel bewegten und nur an diesen einen Fisch denken konnten.

    Tja vielleicht war ich auch einfach nur der Unglücksbringer Vielleicht, aber da steckt man ja nicht drin. Sicher ist nur, dass wir das auf jeden Fall wiederholen möchten, aber wer möchte das denn nicht :D
    Ein toller Bericht das nächste mal habt ihr Glück....
    Od ihr kommt mal nach schönhagen dann fahren wir gemeinsam mit dem Belly Gruß hans
    Möchte mehr Erfahrung sammeln

  10. #6
  11. Mitglied Avatar von kanalflunder
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Moin adem,

    das ist ein guter Bericht mit schönen Bildern und
    voller toller Momente.
    Auch wenn nicht alle positiv waren. An manchen Tagen
    sollte man einfach nicht aufstehen.
    Vielleicht habt ihr ja Glück und fangt demnächst den
    großen Fisch.
    Better luck next time.

    Mit Petri Heil
    kanalflunder

    Watt wär´n wa ohne Wattwurm?
    SAV Kanalfreunde e. V. Kiel

    Der Müll muß mit !!

  12. #7
  13. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Sehr geiler Bericht udn colle Bilder, Petri zum Fisch.

    Schade das der Monsterfisch nicht raus wollte, aber gehakt haben die einfach andere Möglichkeiten ihre Kraft zu entfalten, als wenn man an deren Maul zerrt, dann drehen die leichter mal bei..., wirklich Schade.
    Gruß Dorschgreifer
    https://www.anglernord.de

  14. #8
  15. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Man, was für ein *** guter Bericht und was für tolle Bilder. Ich bin schwer begeistert, fühle aber trotzdem mit euch. Solche Tage kann man nur schnell aus dem Gedächnis streichen. Wenns kommt, dann aber richtig.
    Gruß Carsten

  16. #9
  17. Mitglied Avatar von Bert
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Moin Adem,

    und da sag` noch einer, Angeln sei entspannend...

    Danke für den tollen Bericht und die Bilder! Das nächste Mal wird bestimmt erstens ruhiger und zweitens fischiger!
    Gruß Bert Vielleicht bezeichnet das Wort "Ehering" auch einfach nur einen Fisch mit Elektromotor.

  18. #10
  19. Mitglied Avatar von ademischko
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    AW: Und so kams, wie es kommen musste

    Freut mich, dass es euch gefällt. Danke für euer Lob. Eure Berichte lese ich auch immer gern Nächstes Mal gibts hoffentlich dann auch Bilder mit Fischen drauf ^^

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