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  1. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    sauerstoffarmen Hafenbecken
    entgegen der landläufigen Meinung (dachte ich auch mal) vom verödeten Hafen mit schwierigen Lebensbedingungen, waren diese Teile der Elbe oft Rückzugsgebiete in den Zeiten der schlimmsten Verschmutzung (Vorwendezeit). Ich habe mal bei der Evakuierung des ehemaligen Afrikahafens vor der Verfüllung gearbeitet, es war kaum möglich all die Fische in die Elbe rüberzuschleppen, so randvoll waren die Becken.

    Ich habe bis jetzt keine Zander über Nestern gesehen... wenn es die gewöhnliche Anpassung an den Untergrund ist, geht alles sehr schnell. Ich kenne Zander von oben mit Ausnahmen immer mit dunklem Rücken, ähnlich Barsch, mit großer Variationsbreite. Anbei zwei Fotos von zwei Fischen im Oktober, wenn man sie überhaupt noch sehen kann eher dunkel von oben im Wasser vermute ich.

    In dem Artikel am Themenanfang steht:
    Dabei tragen diese Fische ein aggressives, dunkles Laichkleid mit auffällig schwarz eingefärbten Flossen. Manche Milchner sind sogar komplett schwarz gefärbt
    Das habe ich so noch nicht gesehen. Wie ich aber schrieb habe ich auch noch keine Zander direkt über ihrem Nest gesehen oder gefangen, vielleicht hat ja jemand ein Foto (wer traut sich?). Die Fische in dem Artikel sehen nicht wesentlich anders aus als meine beiden Zander.



  2. #22
  3. Mitglied Avatar von Beliebt
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Die Zander auf den Bildern sind normal. Es gibt aber auch Exemplare wo keine oder nur noch ganz schwach die Zeichnung zu erkennen ist so dunkel sind die. Bei den Bildern hast mit "Wer traut sich" schon den Nagel auf den Kopf getroffen. Vielleicht sehen wir uns mal!

  4. #23
  5. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Hallo Michael, bestimmt!

    Per google findet man nicht viel, genau gesagt habe ich nach kurzer Suche nur 1 Foto gefunden. So einen Fisch habe ich noch nicht gesehen, das Datum des Artikels ist aufschlussreich. Der Bauch ist sehr dunkel und die Flossen sind blau, unglaublich, wer treibt Fotos auf?

    http://www.blinker.de/aktuell/fangme...6#.U3Dsc3azOYE

    Das ist wohl eine besondere Fähigkeit von Anglern, mit Elektrofischerei scheint das nicht gut zu gehen, große Zugnetze werden eher im Herbst/Winter eingesetzt

  6. #24
  7. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    Dass Zander in tiefen; sauerstoffarmen Hafenbecken laichen ist irgendwie nicht logisch, wäre doch sinnvoller an leicht umströmten Plätzen zu Laichen , allein wegen der permanenten Sauerstoffversorgung.
    Man soll diese Hafenbecken nicht unterschätzen, die sind alle miteinander verbunden und oft ist dort auch eine leichte Dauerstömung, also reichlich Sauerstoff. Und ich zumindest habe einmal nach der Schonzeit im Baakenhafen beobachten können, wie dort massenhaft dunkle Zander gefangen wurden und kaum ein normalgefärbter. Ist man dann zu den Anglern an der Strömungskante gegangen, hatten die helle Zander in sehr viel geringerer Stückzahl. Ob die in den Hafenbecken nun über den Nestern standen oder nicht, das wird man nie klären können, allerdings ist das auftreten dunkler Zander, die fast bis ins schwarz gingen so konzentriert eher auffällig, als normal. Und um auf den Sauerstoff zurückzukommen, warum konzentrieren sich gerade im Spätherbst bis Frühjahr die Massen von Zandern in HH gerade in den Hafenbecken und nicht in der Strömung, wenn der Sauerstoffgehalt in der Strömung doch so viel besser ist?

    Dazu stelle ich mir die Frage, wo die Eier wohl sicherer sind, in der starken Strömung, wo sie leicht vertreiben können bzw. durch die Sedimentfracht der Strömung die Laichnester ständig zu gespült werden, oder in den ruhigeren Hafenbecken?

    Ich sage ja, ohne Kamera am Grund wird es uns verborgen bleiben und man kann nur mutmaßen, deshalb bleibe ich dabei und warne vor Pauschalisierungen und irgendwelchen Aufrufen zu Verhaltensmaßnahmen.

    Und wer dann ernsthaft so besorgt um die Zanderbestände ist, sollte sich wirklich überlegen bis August zu warten, um ganz sicher zu sein keinen Nestbewacher zu erwischen, ansonsten müssen sich diejenigen eine gewisse Inkonsequenz nachsagen lassen.

    Ich sage immer: es gibt Gesetze und Vorschriften, die sind einzuhalten und daneben sollte man niemanden einschränken. Was man selbst tut, das bleibt einem selbst überlassen.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  8. #25
  9. AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Zitat Zitat von dorschgreifer Beitrag anzeigen
    Und um auf den Sauerstoff zurückzukommen, warum konzentrieren sich gerade im Spätherbst bis Frühjahr die Massen von Zandern in HH gerade in den Hafenbecken und nicht in der Strömung, wenn der Sauerstoffgehalt in der Strömung doch so viel besser ist?

    Dazu stelle ich mir die Frage, wo die Eier wohl sicherer sind, in der starken Strömung, wo sie leicht vertreiben können bzw. durch die Sedimentfracht der Strömung die Laichnester ständig zu gespült werden, oder in den ruhigeren Hafenbecken?
    Im Winter ist das Wasser überall stark mit Sauerstoff gesättigt, jetzt gilt es mit der Energie zu Haushalten und nicht auch noch gegen die Strömung anzupaddeln...
    Die Zandereier kleben meines Wissens ganz gut, habe früher bei Ebbe an der Mündung der Alten Süderelbe in den Dradeneauhafen eine Art Netze gesehen , die irgendwie um Steinbündel gewickelt waren . wohl zur Uferbefestigung??!! Dort klebten die Eier richtig fest dran und durch die Tide geht an der Stelle meist eine ordentliche Strömung.Soweit ich weiss wedeln die Zander di eEier auch frei von Sedimenten, echte Brutpflege eben.

  10. #26
  11. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    Im Winter ist das Wasser überall stark mit Sauerstoff gesättigt, jetzt gilt es mit der Energie zu Haushalten und nicht auch noch gegen die Strömung anzupaddeln...
    Die Zandereier kleben meines Wissens ganz gut, habe früher bei Ebbe an der Mündung der Alten Süderelbe in den Dradeneauhafen eine Art Netze gesehen , die irgendwie um Steinbündel gewickelt waren . wohl zur Uferbefestigung??!! Dort klebten die Eier richtig fest dran und durch die Tide geht an der Stelle meist eine ordentliche Strömung.Soweit ich weiss wedeln die Zander di eEier auch frei von Sedimenten, echte Brutpflege eben.
    Sehr interessant, dann fallen die ja sogar trocken bei Niedrigwasser, oder waren die noch im Wasser? Die Frage ist dann, ob die Zander den Platz weiter bewachen, oder dann das Nest aufgeben?

    Diese Netze dürften tatsächlich der Uferbefestigung dienen, ist teilweise auch Draht und soll verhindern, dass die Steine durch die Strömung wegrutschen, wird auch oft beim Buhnenbau verwandt.

    Ich finde das Thema mittlerweile gar nicht so uninteressant..., so werden doch so einige Dinge bekannter und beleuchtet..
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  12. #27
  13. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    In der Tat sehr lehrreich. Gut zu lesen ist auch das "Zanderheft" des Instituts für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow (Brandenburg) aus 2005. Hätte mir auch gleich einfallen können...:

    (Brandenburg!?)
    -Die natürliche Laichzeit liegt im Frühjahr und Frühsommer (April bis Mitte Juni)
    -Das Ablaichen erfolgt bei Temperaturen zwischen 12 und 15 °C
    -Die laichreifen Tiere suchen paarweise ruhige, hartgründige 1 bis 3 m tiefe Uferpartien auf. Bevorzugte Laichplätze sind Stellen mit versunkenem Wurzel- oder Astwerk (Hartsubstrate). Der Milchner besetzt ein Laichrevier. Schlammschichten werden mit Schwanzschlägen abgeputzt, wodurch eine flache Laichgrube entstehen kann, über der die Eiablage erfolgt. Die einzeln abgelegten Eier besitzen eine hohe Klebrigkeit und haften an den freigelegten Pflanzenpartikeln und Steinen. Die befruchteten Gelege werden vom Milchner fünf bis acht Tage gepflegt und gegen Fressfeinde verteidigt. Die Eizahl beträgt 150.000 bis 200.000 pro kg Körpermasse. Zur Entwicklung der Eier bis zum Schlupf wird bei 15 bis 16 °C eine Woche benötigt.
    Ich habe das mal direkt dem Heft entnommen, damit nicht jemand auf die Idee kommt ich hätte das festgestellt. Wie man sehen kann sind die Temperaturen und Zeiten als Bereiche angegeben. In dem Heft sind auch Fotos von Laichzandern, die keinerlei besondere Färbung aufweisen, jedenfalls nicht der Milchner, der in der Aquakultur aber auch keine Brut pflegt und nicht das Nest bewacht. Das Kleben der Eier ist bekannt, die üblichen Laichhilfen wie Flaschenbürsten, Tannenbäume und Kokosmatten setzen da drauf.

    an der Mündung der Alten Süderelbe
    Hier kann ich eigenen Senf wiedergeben: Die Alte Süderelbe ist ein Laich- und Aufwuchsgebiet von besonderer Bedeutung, so dass aus dem Stochennestsiel bei ablaufendem Wasser eine ungeheure Menge an Larven und Jungfisch ausströmt. Genau da sitzen Unmengen von Zandern (und den anderen üblichen Verdächtigen), die dann nur noch den Schnabel aufmachen müssen. Ich habe da ständig viele Angler gesehen, zum Teil leider mit den üblichen Ausfallerscheinungen und auch viele kaputte Fische. Lohnenswert zum Sammeln von Kunstködern. Da die Stelle eh bekannt ist verrate ich hier auch nix.

    Weißfische kleben ihre Eier ebenfalls an alles was sich bietet, wenn keine geeigneten Pflanzen in der Nähe sind. Wenn man das oben geschilderten Verhalten zum Nestbau berücksichtigt, spricht das eher gegen die Netze auf der Steinpackung. Bei einer derartigen Häufung von Zandern ist vielleicht alles möglich. In Bandform machen das auch Barsche, die sind aber deutlich früher im Jahr aktiv. Im tidebeinflussten Bereich der Elbe mit einem Hub von ca. 3,5 m (Hafen) fällt es schwer einen Tiefenbereich von 1-3 m auszumachen. Der tidebeeinflusste Bereich geht bis Geesthacht und es wird wohl in dem gesamten Flußlauf unterhalb Geesthacht auch gelaicht. Die Tide sorgt übrigens auch für Strömung, je nach Lage lahm bis mäßig (Becken) und zornig (Hauptstrom). Die Alte Süderelbe ist so bedeutsam für die Elbe, weil es dort keine Sterblichkeit der Eier durch tideabhängiges Trockenfallen oder starke Strömung gibt.

  14. #28
  15. AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    ja ich habe diesen tideabhängigen Abschnitt der Süderelbe früher häufig befischt, und früher war diese Stelle ein absoluter Zandermagnet..Anfang bis mitte der 90er. Nach der Schonzeit standen die dort fast gestapelt unD bissen teils auf Schwimmwobbler Im hellichten Sonnneschein! In den letzten Jahren ist die Stelle aber eher schon als Zanderfrei zu bezeichnen ...nur im direkten Mündungsbereich; wo die Kante auf 11 meter abfällt fängt man noch-das ist jedenfalls meine Erfahrung..

  16. #29
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    AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Ich kram diesen Thread mal wieder aus, immerhin ist er ja jedes Jahr auf's Neue interessant.

    Wenn man sich so all die bekannten "Fakten" anschaut, dann kann man zusammenfassend wohl sagen, daß das eigentliche Laichen in der Regel wohl spätestens mitte Mai-Anfang Juni abgeschlossen sein dürfte. Danach bewachen dann wohl die Milchner das Gelege, wobei die offensichtlich nicht immer dunkel eingefärbt sind.

    Da vielerorts an 1.5. oder ab 15.5 die Schonzeit endet, wird dem Zander ja zu einer Zeit nachgestellt, in der die Männchen noch am "aufpassen" sind.

    Ich möchte hier jetzt nicht unbedingt eine Diskussion "Spinnfischen vs Ansitz" vom Zaun brechen, sondern einfach nur Denkanstöße geben.

    Fischt man mit einem Kunstköder, so wird man definitiv mit einer um ein Vielfaches höheren Wahrscheinlichkeit den Köder an einem Zandergelege vorbeiziehen als wenn man stationör mit dem toten Köderfisch am Grund fischt.

    Hört oder liest man im Mai-Juni Aussagen wie "die knallen derzeit alles weg", "die Zander beissen wie verrückt" o.ä., dann sollte man sich einfach mal fragen, ob man da nicht vielleicht doch einfach nur die Böcke von den Nestern fängt.

    Beim stationären Angeln per Köderfisch ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, einen der "Bewacher" zu erwischen; in dem Falle würde man also diejenigen erwischen, die eh schon wieder auf Nahrungssuche sind.

    Spätestens Mitte Juli allerdings dürften die letzten Bewacher auch wieder unterwegs sein.

    Wie agressiv Zander auf Bedrohungen ihres Geleges reagieren, kann man in einigen Videos schön beobachten:
    https://www.youtube.com/watch?v=-uV_...ayer_embedded#

    Auch Sebastian Hänel, Angelsportjournalist, sieht die Sache wohl ähnlich:
    http://fischundangel.messeblogs.de/v...t-laichzander/

  18. #30
  19. AW: Zander Laichzeit in Konflikt mit der Schonzeit!?

    Moin
    Da kann ich Dich gut verstehen,denn in der Obereider gibt es garkeine Schonzeit für Zander und im Kanal ja warum dies?
    Mich ärgert sowas auch und vorallem muß man auch mal an das Wetter denken,denn dadurch ändern sich auch die Laichzeiten.
    Beispiel:Selbst der Barsch Laicht immer öfter auch nochmal im Herbst und das war nicht immer so habe ich gehört bzw andere Fischarten.
    Ich denke wir Angler selber können das nur beeinflussen indem wir die Zeichen bzw. Schonzeiten und Mindesmaße einhalten für diese Fischarten und diese dann wieder zurücksetzen.

    Gruss Kanalbursche
    Angeln kann man jederzeit,es liegt halt an der Kleidung und Ausrüstung

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