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    #11
  1. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    Dass Welse in kleinen Gewässern Schaden anrichten ist ja wohl klar... in grossen, sehr nahrungsreichen Gewässern wie der Elbe passen sie sich aber gut in das Ökosystem ein ,denke ich.
    In Flüssen wie Po oder Ebro mit sehr hohem Welsbestand leben und gedeihen ja auch noch viele weitere Fischarten, teils in Rekordgrössen.
    Genau das Problem, welches ich habe, man denkt, dass es gut geht, nur keiner weiß das. Und wir haben hier ein klein wenig andere Gegebenheiten, als am Ebro oder Po, von daher finde Vergleiche mit völlig anderen Regionen immer gefährlich.

    Hier hat man auch gedacht, das man das unter Kontrolle hat:

    http://www.taz.de/!135194/

    Dann gab es ein Hochwasser und da war es aus mit der Kontrolle.... und man denkt nach die Armee einzusetzen oder sogar mit Chemie alle Fische im Gewässer zu töten, damit sich die Gefahr nicht ausbreitet...

    In den 1970ern impotiert, in den 1990ern ausgebüchst und erst jetzt ein Problem, aber wer denkt schon 40 Jahre weiter, soll sich die Nachwelt damit abärgern...
    Geändert von dorschgreifer (28.07.14 um 15:49 Uhr)
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  2. #12
  3. AW: problemfall wels?

    Ja sicher sind diese Gewässer völlig andere aber wenn der Wels das ist was ich hieraus gelesen habe( eine einzige Fressmaschine) dann würde er in allen Gewässern früher oder später zum Problem werden.
    Ein Punkt wo der Vergleich zu unseren Gewässern schwierig ist wäre z.b. allein schon die niedrige Wassertemperatur fast ein halbes Jahr lang und entsprechend niedrige Aktivität der Fische in dieser Zeit.

  4. #13
  5. Mitglied Avatar von degl
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    AW: problemfall wels?

    Ich glaube ja, das die Welse im Bereich der Elbe/HH eher die Fischtreppe Geesthacht genutzt hat und somit für sich neue Reviere erobert.......................

    Ob der Begriff "Fressmaschine" dem Fisch gerecht wird Das würde ja bedeuten, das in seinem bisher bek. Lebensraum alles weggefressen hat und davon ist mir nix bekannt

    Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, das vor den großen Kriegen unmengen an Stören und Lachsen in der Elbe heimisch waren........die benötigten seinerzeit auch jedemenge an Futterfisch, sonst hätten sie die Elbe nicht so "bevölkert"...........

    gruß degl
    möge der Fisch mit euch sein

  6. #14
  7. AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von degl Beitrag anzeigen

    Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, das vor den großen Kriegen unmengen an Stören und Lachsen in der Elbe heimisch waren........die benötigten seinerzeit auch jedemenge an Futterfisch, sonst hätten sie die Elbe nicht so "bevölkert"...........

    gruß degl
    Ja das mit den Lachsen und Stören stimmt wohl, ich habe mal ein Foto von einer Riesensenke gesehen, eine Konstruktion mit "Kran-Arm" um Lachse zu fangen, wenn solche Fanggeräte erfolg brachten kann man sich ausmalen wie dicht der Bestand sein musste

    Aber grosse Lachse nehmen ja wenn sie z.b. die Elbe aufsteigen eh keine Nahrung mehr zu sich und dürften als "Fressmaschinen" auch damals schon ausfallen..

  8. #15
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Carsten Carstens Beitrag anzeigen
    War der Aal nicht des Wels liebste Speise? Schade um den schönen Aalbesatz, oder?
    Da brauchst Du dir keinen Kopf machen,dass haben die Kormorane
    schon vorher erledigt.

  10. #16
  11. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von degl Beitrag anzeigen

    Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, das vor den großen Kriegen unmengen an Stören und Lachsen in der Elbe heimisch waren........die benötigten seinerzeit auch jedemenge an Futterfisch, sonst hätten sie die Elbe nicht so "bevölkert"...........
    Degl, Du willst doch keinen Stör mit einem Wels vergleichen, oder? Vollig anderes Nahrunsspektrum und Fressverhalten:

    Störe leben auf dem Gewässergrund und ernähren sich vor allem von kleinen, bodenbewohnenden Organismen (Würmer, Krebstiere, Weichtiere, Insektenlarven), einige Arten auch räuberisch von größerer Beute wie Fischen. Sie sind langsame Dauerschwimmer, die mit ihren tragflächenartigen Brustflossen, ähnlich wie Haie, Auftrieb erzeugen. Störe sind sehr langlebig, für den Hausen liegt das maximale veröffentlichte Alter bei 118 Jahren.[3] Ihre Geschlechtsreife erreichen sie erst nach einigen Jahren, und laichen viele Male während ihres Lebens. Die Fortpflanzungszeit liegt im Frühjahr und im Sommer. Alle Störe vermehren sich im Süßwasser. Während der Wanderung ins Süßwasser fressen sie wenig oder nichts. Sie laichen in fließenden Gewässern mit Kies- oder Steinboden. Die froschlaichähnlichen, klebrigen Eier sinken nach dem Ablaichen auf den Gewässerboden. Die Jungfische schlüpfen schon nach wenigen Tagen, verbringen einige Jahre im Süßwasser und wandern dann allmählich ins küstennahe Meer ab
    Ihr Hauptlebensraum liegt also im Meer und dort fressen sie auch, bei Ihrer Laichwanderung eher nicht, in sofern können sie den Fischbestand in den Binnengewässern auch nicht gefährden. und mit Zähnen haben die das auch nicht unbedingt so...:

    Die Kiefer der ausgewachsenen Tiere sind zahnlos
    Die haben eher ein Rüsselmaul, welches sich auch noch an der Kopfunterseite befindet....

    Beim Lachs ist es ähnlich, ist auch das Jahr über im Meer und steigt dann zum Laichen in die Flüsse auf und auch dieser hat es dann mit der Nahrung nicht so, wie immer vermutet:

    Da die Wanderung und der Laichakt für die Tiere sehr anstrengend ist und sie zudem häufig auf dem Weg keine Nahrung aufnehmen, stirbt der größte Teil der Lachse an Erschöpfung oder dadurch begünstigten Krankheiten, bevor er das offene Meer wieder erreicht.
    Die Fische, die wir mit Kunstködern in den Fliesgewässern fangen beissen oft aus Reflex auf unsere Köder, aber nicht unbedingt zur Nahrungsaufnahme.

    Rächerlachs hat das ja schon erkannt:

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    Ja das mit den Lachsen und Stören stimmt wohl, ich habe mal ein Foto von einer Riesensenke gesehen, eine Konstruktion mit "Kran-Arm" um Lachse zu fangen, wenn solche Fanggeräte erfolg brachten kann man sich ausmalen wie dicht der Bestand sein musste

    Aber grosse Lachse nehmen ja wenn sie z.b. die Elbe aufsteigen eh keine Nahrung mehr zu sich und dürften als "Fressmaschinen" auch damals schon ausfallen..
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  12. #17
  13. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    Ja sicher sind diese Gewässer völlig andere aber wenn der Wels das ist was ich hieraus gelesen habe( eine einzige Fressmaschine) dann würde er in allen Gewässern früher oder später zum Problem werden.
    Ein Punkt wo der Vergleich zu unseren Gewässern schwierig ist wäre z.b. allein schon die niedrige Wassertemperatur fast ein halbes Jahr lang und entsprechend niedrige Aktivität der Fische in dieser Zeit.
    Und immer bedenken, in den Gewässern ist es im Jahresmittel um einiges Wärmer als bei uns, dort Laichen ja sogar Karpfen erfolgreich und es gibt ein völlig anderes Nahrungsspektrum. Wo sich Karpfen natürlich vermehren, gibt sich ein Wels nicht mit Kleinigkeiten ab, wenn er mit einem Haps satt werden kann.

    Im Elbesystem sind Karpfen hingegen eher selten, stammen eher aus Besatz oder entflohenen Exemplaren, prodozieren aber grundsätzlich selbst keinen Nachwuchs. In sofern muss der Wels auf völlig andere Fische als Nahrung ausweichen... und dazu noch mit einer ganz anderen Bestandsdichte als in wärmeren Gewässern, die das gesamte Jahr Nahrung bieten und sie viel schneller abwachsen können und dementsprechend auch viel mehr Nachwuchs produzieren, die dann dem Wels wieder als Nahrung dienen...

    So ein Vergleich mit anderen Fischen und anderen Regionen klappt einfach nicht, daran muss man sich gewöhnen.

    Vielleicht einmal in 100 Jahren, wenn der Klimawandel hier die gleichen Temperaturen liefert wie in Spanien oder Italien, vorher aber nicht.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  14. #18
  15. Mitglied Avatar von Heide63
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    AW: problemfall wels?

    moin moin, hab hier eine interessante Stellungnahme zu den Wallern gefunden. Das leuchtet mir zumindest ein http://www.meinangelverein.de/meta/c...4-e3f9df063fab
    Und dann noch dieses, leuchtet auch ein http://www.wav-stuttgart.de/Wissen/B...aller_190.html Nun bin ich eigentlich genau so schlau wie vorher
    Liebe Grüße Heide
    Ich bin nur für das verantwortlich was ich sage,nicht dafür was andere verstehen

  16. #19
  17. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Heide63 Beitrag anzeigen
    moin moin, hab hier eine interessante Stellungnahme zu den Wallern gefunden. Das leuchtet mir zumindest ein http://www.meinangelverein.de/meta/c...4-e3f9df063fab
    Zum ersten Link, eine schöne Formel, und von einem Welsliebhaber veröffentlicht, der natürlich immer nur positiv schreiben wird:

    Das Wachstum der Welse
    Gehen wir z.B. von einem Körpergewicht von 30 Kg aus, ist der Fisch etwa 12 Jahre alt und hat eine Länge von ca.160 cm +/-. Für eine Gewichtszunahme von 1 Kg muß der Wels ca. 6 Kg Nahrung (Fische) fressen. Berechnen wir nun den durchschnittlichen täglichen Futterbedarf eines solchen Fisches werden die oben genannten Behauptungen schnell widerlegt.
    Berechnung: (Quelle: wissenschaftliche Fachbücher von Biologen und Teichwirten)

    Welsgewicht x 6 Kg = gefressene Nahrung : 12 Jahre Alter = Summe der Nahrung pro Jahr : 365 Tage = Nahrung pro Tag


    ( 30 Kg x 6 Kg = 180 Kg : 12 Jahre = 15 Kg : 365 Tage = 41 g )

    Das bedeutet der Wels hat für seine 30 Kg Gewicht zu erreichen rund 180 Kg Fische (Nahrung) in 12 Jahren gefressen. Betrachtet man nun den Nahrungsbedarf pro Tag sind die errechneten 41 g Fisch, das entspricht etwa einem Köderfisch beim Hecht- oder Zanderangeln, für einen Räuber dieser Größe wirklich nicht zuviel und die Thesen von leergefressenen Gewässern sind eindeutig falsch
    Nun hat man also dass, was der Wels für seine Gewichtszunahme benötigt, mal außen vorgelassen, ob die richtig ist oder nicht, das weiß ich nicht, habe da keine wissentschaftliche Qualle für. Die Frage bleibt, was benötigt er zusätzlich um sein Gewicht zu halten, bei dem Energieeinsatz, den er hat, durch Schwimmen usw....?
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  18. #20
  19. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Heide63 Beitrag anzeigen
    Und dann noch dieses, leuchtet auch ein http://www.wav-stuttgart.de/Wissen/B...aller_190.html Nun bin ich eigentlich genau so schlau wie vorher

    Allgemein wird in der Natur von einem Futterquotient von 10 ausgegangen, das heißt der Fisch braucht pro Kilo Körpergewicht und Jahr ca. 10 Kilo Futter um am Leben zu bleiben und weiter zu wachsen.

    Damit hat dann der Musterwels dann 1170 Kilo Fisch gefressen bis er 12 Jahre alt und 30 Kilo schwer wurde, beziehungsweise 266 Gramm pro Tag.
    Und dann der 2. Link....,

    beim Lesen eben aufgefallen, der beantwortet dann meine Frage und schaue ich mir am Ende noch an, was der gefangene Wels (der im Winter gefangen wurde, also da, wo er eigentlich nicht fressen sollte...) im Magen hatte, dann sind das weit mehr als 266g, wie lange er das jetzt verdaut, bis er wieder frisst, dass ist aber auch hier nicht belegt. Aber, was frisst der dann im Sommer?

    Insofern bleibt es ein offenes Geheimis, was tatsächlich in der Natur passiert.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


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