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  1. Mitglied Avatar von Heide63
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    AW: problemfall wels?

    sag ich ja, es gibt keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse. Alles nur Mutmaßungen. Und was der "Winterwels" da im Magen hat, gibt einem schon zu denken, wo doch im anderen Bericht geschrieben wird, dass er im Winter kaum Nahrung aufnimmt.
    Liebe Grüße Heide
    Ich bin nur für das verantwortlich was ich sage,nicht dafür was andere verstehen

  2. #22
  3. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Heide63 Beitrag anzeigen
    , wo doch im anderen Bericht geschrieben wird, dass er im Winter kaum Nahrung aufnimmt.
    Wie gesagt, ist eben die "Pro-Einstellung", da wird ja auch unterschlagen, dass er schon alleine Fressen muss, um sein Gewicht zu halten.....
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  4. #23
  5. Mitglied Avatar von Heide63
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    AW: problemfall wels?

    Aber Rüdiger, Fakt ist doch auch, dass es im Ebro z.B. riesige Welse gibt und massenhaft geben soll. Außerdem aber auch einen großen Fischbestand anderer Arten. Interessante Seite: http://www.fischradar.com/angeln_am_...ee_in_spanien/

    Ergänzend diese Seite: http://www.riomar.net/AngelInfos.html
    Liebe Grüße Heide
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  6. #24
  7. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: problemfall wels?

    Hallo Leute, das ist eher ein Problemfall Internet. Was fehlt ist ein sachlich nüchterner Vergleich der Nahrungskonsumption der einschlägigen Fischräuber, den gibt es in wissenschaftlichen Abhandlungen. Einfache Darstellungen mit kg Fischwachstum pro kg Beute sind wirklich eine Milchmädchenrechnung. Um 0 kg zu wachsen braucht ein Wirbeltier bereits eine Menge x kg für seinen Grundumsatz oder Ruhestoffwechsel, das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Fischarten. Dann muss sich das Tier auch noch bewegen und fortpflanzen, also bevor der Wels ein Gramm zunimmt muss er erstmal was verputzen (auch wenn es weniger ist als bei Warmblütern). Außerdem frißt er nicht nur Fische sondern ganz oportunistisch was gerade da ist. Ein großer Wels frisst aber auch andere Sachen als ein kleiner Wels. Das gilt auch für Hechte oder Quappen, die ebenso bspw. Flusskrebse fressen. Vergleicht man das Wachstum von bspw. Wels, Hecht oder Flussbarsch kommt man da sicher zu dem Ergebnis, dass der Wels am schnellsten wächst und am größten wird. Dann muss man natürlich auch die Individuenzahlen gegenüberstellen, also 1000 Barsche gegen einen Wels, wer frisst mehr? Wenn sich allerdings zeigt, dass der schnellwüchsige und sehr groß werdende Wels, der ab einer bestimmten Größe keine natürlichen Feinde mehr hat auch bei den Individuenzahlen die Gilde der Raubfische zu dominieren beginnt, kann es Probleme geben. Und das wird in vielen Gewässer in Deutschland vermutet. Die Fortpflanzung ist an manchen Orten so erfolgreich, dass mehr Welse als Aale gefangen werden.

    Die Meinungen der Experten gehen durchaus auseinander, während viele Kollegen den Wels als Ursache für einen Rückgang der Beutefische sehen äußert sich Thomas Klefoth so:

    http://www.kreiszeitung.de/lokales/n...l-3390237.html

    Ich empfehle dazu die Lektüre von Prof. Walter Nellen (DOI:10.1002/ biuz.201310514):

    Die fischereibiologische Forschung ist in jüngerer Zeit verstärkt Fragen zur Funktion aquatischer Ökosysteme und dem Verlauf biologischer Prozesse nachgegangen. Nicht mehr die Möglichkeit der Ertragssteigerung von Einzelbeständen steht im Vordergrund, sondern die Wechselbeziehungen zwischen Fischarten, ihren Beutetieren sowie ihren Konsumenten und der Fischerei. Dabei hat sich ein überraschend hoher Wegfraß von Fischen durch die Fische selbst gezeigt, der die Höhe der fischereilichen Anlandungen übertreffen
    kann. Die Sorge wegen des Verzehrs von Fischen durch aquatisch lebende Säugetiere und Vögel muss damit stark relativiert werden.
    Zu viele Welse können also mindestens so brisant sein wie zu viele Kormorane, wenn es denn so ist.

    Die Berusfischerei relativiert die Sorge eher nicht übrigens und regt sich ziemlich darüber auf.

    Oder zur Aktivität bei der Nahrungssuche (Welse fangen Vögel, angeblich liegen Welse den ganzen Tag faul herum):
    ‘‘Freshwater Killer Whales’’: Beaching Behavior of an Alien Fish to Hunt Land Birds
    Wer schon mal den Kieferabdruck von einem Wels auf einem 1 m Hecht oder einem 60 cm Brassen gesehen hat der weiß, dass der Wels etwas Besonderes ist. Einige Angelvereine haben zusammen mit uns schon versucht eine Aufhebung der Schonmaßnahmen für den Wels in bestimmten Gewässern zu erreichen, bisher fehlen aber Daten um das begründen zu können und leider ist es zäh solche Datensammlungen Anglern zu kommunizieren (blöde Fangmeldungen, nervige Reusenstellerei etc)

  8. #25
  9. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: problemfall wels?

    dass es im Ebro z.B. riesige Welse gibt und massenhaft geben soll. Außerdem aber auch einen großen Fischbestand anderer Arten
    So ist das mit vielen Lebensgemeinschaften wenn sie natürlich entstanden sind. Das gerät aber oft aus dem Ruder wenn fremde und nicht standorttypische Arten ausgesetzt wurden. Was im Ebro oder der Elbe klappt, kann in den Möllner Seen fatale Folgen haben.

    Ich zitiere mal aus Duncker & Ladiges, Die Fische der Nordmark von 1960 (eines der Standardwerke über Fische im Norden):
    Räuberischer Grundfisch der Seen und größeren ruhigen Flüsse mit beträchtlichen Tiefen und weichem Grund.

    Der Wels kommt in der Nordmark ausschließlich im Elb- und im Travegebiet vor. In der Elbe geht er jedenfalls bis zur Haseldorfer Marsch abwärts scheint aber nirgendwo in ihre Nebenflüsse einzudringen.

  10. #26
  11. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Heide63 Beitrag anzeigen
    Aber Rüdiger, Fakt ist doch auch, dass es im Ebro z.B. riesige Welse gibt und massenhaft geben soll. Außerdem aber auch einen großen Fischbestand anderer Arten. Interessante Seite: http://www.fischradar.com/angeln_am_...ee_in_spanien/

    Ergänzend diese Seite: http://www.riomar.net/AngelInfos.html
    Wie gesagt, völlig andere klimatische Verhälnisse als hier und dementsprechend ein wesentlich höheres Nahrungsangebot, für mich nicht im geringsten miteinader zu vergleichen.

    Wir können hier ja mal Piranhas besetzen, in ihrem Ursprungsland bereiten die im Wasser auch keine besonderen Probleme für den Fischbestand..., hier...., keine Ahnung... Wolhandkrabben sind hier eigentlich auch zu wenige....

    Von Daher, der Ebro ist ein Fluss in einem anderen Land in einer völlig anderen Region, mit einem völlig anderen Klima und somit mit völlig anderen Grundvorraussetzungen, als z.B. die Elbe, somit kein direkter Vergleich möglich.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  12. #27
  13. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: problemfall wels?

    dass es im Ebro z.B. riesige Welse gibt und massenhaft geben soll. Außerdem aber auch einen großen Fischbestand anderer Arten.
    Das gilt eben auch für viele andere Räuber-Beute-Beziehungen und wie oft ärgert man sich, dass Raubfische so oft verteufelt werden. Siehe auch Flusskrebse in der Elbe. Was hat es nicht früher für Massen von Aalen und Quappen gegeben.... und Edelkrebse!

  14. #28
  15. AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von dorschgreifer Beitrag anzeigen

    Im Elbesystem sind Karpfen hingegen eher selten, stammen eher aus Besatz oder entflohenen Exemplaren, prodozieren aber grundsätzlich selbst keinen Nachwuchs. In sofern muss der Wels auf völlig andere Fische als Nahrung ausweichen... und dazu noch mit einer ganz anderen Bestandsdichte als in wärmeren Gewässern, die das gesamte Jahr Nahrung bieten und sie viel schneller abwachsen können und dementsprechend auch viel mehr Nachwuchs produzieren, die dann dem Wels wieder als Nahrung dienen...
    ich würde dem Elb-Wels - oder jedem anderen Fisch- zutrauen ein "Nahrungsopportunist" zu sein und auf die Beute auszuweichen die am häufigsten vorkommt und gleichzeitig am nahrhaftesten ist. In der Elbe wären das statt Karpfen dann vielleicht die Unmengen von fetten Brassen, oder es ist am produktivsten pro Tag hunderte Wollhandkrabben aufzusammeln...

  16. #29
  17. Mitglied
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    AW: problemfall wels?

    Oder Enten und andere Wasservögel und kleine Hunde

  18. #30
  19. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: problemfall wels?

    Zitat Zitat von Rächerlachs Beitrag anzeigen
    ich würde dem Elb-Wels - oder jedem anderen Fisch- zutrauen ein "Nahrungsopportunist" zu sein und auf die Beute auszuweichen die am häufigsten vorkommt und gleichzeitig am nahrhaftesten ist. In der Elbe wären das statt Karpfen dann vielleicht die Unmengen von fetten Brassen, oder es ist am produktivsten pro Tag hunderte Wollhandkrabben aufzusammeln...
    Alles andere wäre ja auch unlogisch und er würde im Zweifel verhungern müssen.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


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