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  1. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    Arnafjord in Norwegen

    Nun ja, es ist schon einige Tage her, aber man muss auch die Zeit finden, um etwas zu Papier zu bringen.
    Leider wurde uns der Fotoapparat gestohlen, anders ist es nicht zu erklären. Daher fehlen mir die schönsten Bilder und ich musste mit Schnappschüssen des Handies Vorlieb nehmen.

    Irgendwann war da doch ein Preisausschreiben von Kutter & Küste. Ich nahm dran teil und gewann doch tatsächlich eine Fährfahrt mit der Fjordline von Hirtshals nach Bergen.

    Meine Söhne boten sich als Begleiter des alten Herrn an!!!

    Zur Lage:
    Der Arnafjord ist ein Seitenfjord des Soegnefjord. Dieser kleine Fjord ist teilweise über 100 m tief, hat aber so keine besonderen Erhebungen und Struckturen am Grund.
    Am Ende teil sich der Fjord in zwei kleinere Arme. An einem liegt eine kleine Ortschaft, in der man sogar bei einem Höker alles Mögliche einkaufen könnte.
    Der Fjord liegt im Nordosten von Bergen und ist mit dem Auto innerhlab von dreieinhalb Stunden zu erreichen. Man befährt die gut ausgebaute E16, welche in die E13 übergeht und man landet dann in der Ortschaft VIK
    Von hier aus geht es weiter auf der schmalen FV 92 direkt an den Fjord und immer an diesem entlang zum eigentlichen Treffpunkt.


    Ende September ging es los und wir durchfuhren Dänemark und kamen rechtzeitig in Hirtshals an, wo wir auf die Fähre warten mussten.



    Die Hintour war sehr nett, da wir eine Außenkabine, welche extrem geräumig war, hatten. Eigentlich hätten wir nur eine kleinere haben sollen, wie die der Rücktour:



    Auf der Fähre war alles recht edel



    und wir genossen die Aussichten beim Frühstück und auch sonst so.










    Über Stavanger kamen wir letztendlich nach 16 Stunden in Bergen an. Es ist schon gigantisch, wenn sich so ein großes Schiff in den Hafen schiebt.



    Die Fahrt ging nun ins Landesinnere. Wie immer beeindruckend sind die Straßen und die vielen Tunnel. Aber auch die Blitzanlagen....

    Das Navi führte uns auf den rechten Weg, trotzdem wurde mir recht mulmig, als ich ein Schild sah, auf dem Schneeketten vorgeschrieben wurden.

    Es ging bergauf und wir kamen an einem Skihotel vorbei. Ob wir immer noch richtig waren?
    Dann dieser Berg.





    Sperpentinen.
    Dort sollten wir hoch? Wir wollten doch nur Angeln!

    Und überall auf den Straßen diese Tiere





    Im ersten und zweiten Gang ging es hinauf. Vorbei an einem Wasserfall.






    Und dann diese Aussicht









    Und dann war der Abstieg und diese Aussicht. Das war unser Ziel!


    Folge 2 folgt......
    Gruß Carsten

  2. #2
  3. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Folge 2
    Unser Ziel




    Unten angekommen telefonierten wir mit dem Gastgeber. Man sprach perfekt deutsch. Wir verabredeten uns an einer Stelle, wo wir mit einem Boot abgeholt wurden.
    Alle Sachen wurden verstaut und das Auto wurde an einer Bushaltestelle geparkt.
    Es ging quer über den Fjord direkt zu unserem Quartier.







    Wirklich sauber und geschmackvoll eingerichtet. Ein Haus für 7 Personen ganz allein für uns drei. Perfekt und dann diese Aussicht:





    Zu jedem Haus gab es ein Boot. Es waren alte Boote, aber trotzdem völlig ausreichend. Dafür waren die Motoren, was ja doch mehr als wichtig ist, nagelneu. Die 15 PS brachten uns nahezu überall hin. Benzin gab es beim Vermieter, welcher ja immer hilfreich zur Seite stand.

    Aus dem Haus raus, waren es 50 Meter über den Hofplatz zum Steg, wo die Boote waren.
    Um das Haus herum, also 20 Meter weg, war der Filetierplatz. Sauber und mit Frischwasser konnte man hier alles bestens versorgen.
    Die Abfälle wurden mit Druckwasser vom Tisch in den Fjord gespült. Innerhalb kürzester Zeit waren diese Abfälle vom Grund weggefressen. Möwen trauten sich dort nicht hin, worüber wir uns nur wunderten. Da waren wir doch anderes gewohnt.

    Der erste Tag ging so vorbei. Wir mussten uns orientieren und einrichten. Dann etwas essen und Angelutensilien vorbereiten.

    Aber am nächsten Tag ging es raus auf den Fjord.
    Ich hatte mir zuvor in anderen Foren diverse Tipps geben lassen und beim Rausfahren kam es mir vor, als wenn ich diese Gegend bereits kannte.
    Mir genannt markante Punkte fand ich sofort wieder und es war einfach, so die Angelstellen zu finden. Auch mein Fischfinder zeigte die richtigen Tiefen an, alles perfekt.

    So wurden die ersten Stellen mit der Spinnrute befischt.
    60 – 100 gr. Ruten bestückt mit Penn Slammer 360 und einem 17er Geflecht waren unsere ersten Waffen. Als Köder kamen 40 – 60 gr. Schwere Pilker in den Farben silber, silber/blau und silber/grün zum Einsatz. Aber mein Erfolgspilker ist immer noch rot/gelb.

    Die ersten Würfe und die ersten Fische knallten in die Ruten. Schöne Pollack durften mit. Hier und da wurden Stellen angefahren, aber die Beißzeit schien vorbei zu sein.



    Überall waren Makrelen, aber eben nicht unser Zielfisch. Die eine oder andere, na ja, die durfte mit.
    Ist ja auch schade, wenn der Fisch blutet und einfach zurückgesetzt wird.....



    Die Ausbeute für den ersten Tag stimmte uns froh ein und wir waren heiß auf Tag Nummer 2.




    Von den anderen Mitstreitern bekamen wir zu hören, dass die Fänge drastisch nachgelassen hatten. Solch tollen Fang vom Vortag wären selten gewesen.
    Der Fjord würde sich z. Zt. mit Futterfisch füllen und man erwarte jeden Tag die Räuber. Leng, Dorsch, Pollack und vor allen Dingen warte man auf den Seehecht.
    Die Gruppe hatte ihren Urlaub bereits verlängert, aber es tat sich nichts.
    Der Fjord war voller Makrelen; Makrelen, die 10 cm groß waren. Aber auch die großen Makrelen Ü 40.

    So gestaltete sich das Fangen immer schwieriger und unsere Gesichter wurden von Tag zu Tag länger.

    Hier und da mal einen Fisch. So wie wir doch tatsächlich einen guten 70er Dorsch fingen, der schon Aufsehen erregte.



    Oder aber auch dieser 70er Pollack an der Zanderrute, also feinstem Geschirr.



    Das Wetter ließ es zu, entlang des Soegne zu fahren, um in den Nachbarfjord zu gelangen.





    Hier brachte die Spinnrute einige Pollacks und Makrelen.
    Auf Naturköder fingen wir dann auch Leng, Schellfisch und etliche Rotbarsche.

    Ich war stolz auf meinen ersten Leng in Norge. Bereits das 6. Mal und jetzt klappte es:




    Und hiervon fingen wir auch 2 stattliche.
    Die sind lecker!




    Es war ein toller Fangtag, der uns wirklich viel Fisch brachte. Leider ließ das Wetter ein erneutes Anfahren des Fjordes nicht mehr zu. Zu gefährlich waren die Wellen auf dem Soegne.





    Wir blieben lieber im Arnafjord

    es folgt Teil 3
    Gruß Carsten

  4. #3
  5. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Teil 3

    So angelten wir noch einmal am Rande des Soegne in 200 m Tiefe. Bis das Blei bzw. der Köder einmal unten sind, vergeht doch recht viel Zeit.

    Mein Sohn sagte dann zwischendurch: " Oh ich bin schon unten!" Irgendwie konnte das aber nicht sein, schoss es mir in den Sinn, als es auch schon einen heftigen Schlag in seiner Rute gab. Ein Fisch, ein recht großer, hatte den Köder genommen und raste schnurstracks Rtg. Grund. Die Rolle kreischte und die Rute war zum Halbkreis gebogen.
    Endlich, der Fisch auf den wir eigentlich gewartet hatten. Und vor allen Dingen bei meinem Sohn, der eh schon nicht so viel Glück hatte.
    So wurde gepumpt und Meter für Meter zurückgeholt. Ihr kennt das sicher alle. Weiche Knie und die gewonnenen Meter wurden ratz fatz wieder heruntergezogen. Die Fluchten waren kräftig und rasant, wurden aber zunehmend dürftiger.

    Langsam pumpen, schnell Kurbeln und immer auf Spannung halten. Aus über 200 m Tiefe ging das nun schon 10 – 15 Minuten und mein Sohn hatte bummelig die Hälfte geschafft. Da plötzlich stellte sich die Rute auf. Keine Gegenwehr, kein Gewicht. Kein Nichts kein Garnichts mehr. Der Fisch wart ab, ausgeschlitzt.
    Wir starrten uns an und waren fassungslos. Ich hoffte noch auf das Auftauchen des Fisches, weil aus dieser Tiefe dürften die Innereien den Fisch eigentlich gen Oberfläche heben. Leider nicht.

    Es waren die letzten Minuten des Urlaubs, wir fuhren heim. Wir verstauten unsere Sachen in der Hütte und klarten auf.
    Nachdem die ersten Dinge verstaut waren, suchte ich den Fotoapparat. Er war nicht aufzufinden. Wir hatten noch Fotos gemacht, nur wenige Stunden zuvor. Auf dem Boot war er nicht. Alle Klamotten durchwühlt und das Haus auf den Kopf gestellt. Ich hoffte, dass er zwischen diversen Angelsachen liegen würde, was nicht der Fall war.
    Ich gehe davon aus, dass Langfinger dieses Teil interessant fanden. Unbeschwert hatten wir nämlich immer unsere Sachen vor dem Haus liegen lassen.

    6 Jahre ging so etwas gut, ich habe dazu gelernt. Auch in Norwegen wird man bestohlen.....

    Das Teil selbst interessiert mich nicht, aber die ganzen Fotos sind weg. Einfach nur bitter.

    Der Urlaub ging zu Ende, wir wurden wieder zu unserem Auto gefahren. Über den Berg ging es nach Bergen.












    Es regnete ununterbrochen und wir waren letztendlich froh, wieder auf der Fähre zu sein.
    So schön die Gegenden auch sind, zu Hause ist zu Hause.

    Auf der Fähre hatte ich uns für das Buffet angemeldet. Leute, ich kann euch sagen. Es gab nichts, was es nicht gibt. Fisch und Fleisch, ob Wild oder Geflügel und alles was das Herz begehrt. Über Lachs und Kaviar, Krebse und Skampies, man kann das alles gar nicht aufzählen. Die Nachtische waren unglaublich und eine Eismaschine mit Softeis hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen.
    Abgerundet wurde das Mahl mit Bier satt......mit einer Aussicht auf Norwegen vom Wasser bei Sonnenuntergang.



    Kennt ihr das auch, wenn man sich im Bett von links nach rechts wälzt? So erging es auch uns. Nur waren hier der hohen Wellengang schuld. Die Rückfahrt war recht schaukelig und der Kapitän gab auch durch, dass das Spazierengehen während der Überfahrt mühselig werden dürfte.

    Es war trotzdem amühsant.
    Nach weiteren 16 Stunden kamen wir in Dänemark an und brauchten nur noch wenige Stunden bis nach Hause.
    Wieder eine schöne Norwegentour.

    Ach, für alle die es gerne wissen möchten. Zu dritt hatten wir gute 20 kg Filet. Zwei Male hatten wir vor Ort Fisch satt gegessen.
    Da wir ja hier auch unsere Fische fangen, sind 20 kg in Ordnung. Die Highlights hatten lediglich gefehlt. Ein paar mehr Fische an der Angel und eben auch welche, dei man dann gerne zurück setzt.

    Nächstes Mal......
    Gruß Carsten

  6. #4
  7. Mitglied Avatar von kanalflunder
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Hallo Carsten,

    danke für deinen informativen Reisebericht und schönen Fotos.
    Muss ´ne tolle Tour gewesen sein.
    Zu euren Fängen ein dickes Petri Heil.

    Ja, auch in Norge wird geklaut. Uns hat man im Hotel mal
    die Handtasche geklaut.

    Mit Petri Heil
    Jürgen

    Watt wär´n wa ohne Wattwurm?
    SAV Kanalfreunde e. V. Kiel

    Der Müll muß mit !!

  8. #5
  9. Mitglied Avatar von degl
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Toller Bericht..............und die morgentliche einfahrt in Bergen ist echt ein Erlebniss

    Wir waren seinerzeit anfang September in der Gegend und hatten auch mit "Beisflaute" zu kämpfen..........scheint so, als wäre Frühjahr und Sommer besser

    Aber so eine "Herrentour" bringt ja auch Freude

    gruß degl
    möge der Fisch mit euch sein

  10. #6
  11. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Wieder einmal ein super schöner Bericht Carsten.

    Vielen Dank dafür und Petri zu euren Fischen.

    Den großen Aussteiger hätte man natürlich zumindest gerne gesehen, aber so ist das manchmal, passiert ja selbst hier in der Heimat.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  12. #7
  13. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Ja, eine reine Männertour. Ich bin auch stolz darauf, dass meine beiden Söhne mit mir Vorlieb nehmen.

    Aber wie bereits gesagt, es ist nur jammer schade, dass die Kamera weg ist. Ich hatte wirklich tolle Fotos gefertigt und hätte sie euch gerne präsentiert. Alleine unsere Unterkunft war erheblich besser, als das Bild hier im Beitrag. Es zeigt nur die Rückansicht aus Sicht des Filetierplatzes.

    Und dann diverse Landschaftsaufnahmen bei wirklich tollem Licht, andere schöne Fänge und Fische und eben das ganze Drumherum. Beim fotografieren hatte ich schon den Beitrag im Kopf, den ich jetzt ganz anders präsentieren musste.
    Aber Hauptsache ist, dass ihr euch in die andere Welt hineindenken könnt.

    Meine Kinder wollen wieder mit mir los.....(Papa hat ja auch alles bezahlt )
    Gruß Carsten

  14. #8
  15. Mitglied Avatar von Kanalbursche
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Moin
    Toller Bericht und sehr schöne Bilder
    Und natürlich auch Petri zu euren Fischen.

    Gruss Kanalbursche
    Angeln kann man jederzeit,es liegt halt an der Kleidung und Ausrüstung

  16. #9
  17. Mitglied Avatar von ditschi
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    AW: Arnafjord in Norwegen

    Hallo Carsten

    Danke für den tollen Bericht mit den vielen Bildern. Mit der Kamera ist natürlich Mist. Ich kann Deinen Ärger verstehen.
    Auf Angeltour mit den Jungs hat natürlich was, meine haben mit Angeln so rein gar nix am Hut. Die frotzeln immer nur wenn ich mal wieder nix fange

    Gr. Stephan
    Gefühle, Gefühle...geht ja alles von meiner Freizeit ab wa....(Udo Martens)

  18. #10
  19. AW: Arnafjord in Norwegen

    Danke, für die tollen Bilder und den informativen Reisebericht!
    Und natürlich: Petri Heil!

    Gruß aus dem Schwarzwald Armin

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