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    #1
  1. Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Hallo Heute,

    auch auf die Gefahr hin, dass das Thema schon einmal behandelt wurde, ich die Diskussion aber iwie nicht finden konnte:

    Gestern war ich in Bojendorf auf Fehmarn zum Brandungsangeln. Da ich noch nicht so lange Brandungsangeln betreibe, habe ich mich meistens auf Sandstrände konzentriert, da die Hängergefahr ja sehr gering ist. Dort hatte ich auch selten Probleme. So bin ich gerne in Puttgarden an der Ostmole (nie Probleme) sowie in Hvide Sande am Strand (wenig Probleme), in Sütel hatte ich am letzten WE nur einmal Probleme mit einer Art Krautbank, genau das Gleiche hatte ich auf Als (aber auch keine wirklichen Probleme). Der Strand in Bojendorf ist relativ kiesig, aber nicht wirklich steinig, oder so. Es sieht so aus, dass auf den ersten vllt. 40 Metern (im Schätzen bin ich echt schlecht) sandiger bzw. möglicherweise kiesiger Boden vorherrscht. Es sollte also eigentlich keine Herausforderung sein.

    Ich angle 4,20m Brandungsruten mit Keulenschnur. Als Gewicht hatte ich 130g Blei. Ich weiß jetzt nicht genau, wie die heißen, ich habe irgendwo den Begriff "Torpedoblei" gefunden. Es ist nicht so rund bzw. kugelig wie ein Birnenblei, sondern etwas gestreckter.

    Nach ca. einer Std. angeln hatte ich den ersten Hänger. Da ich nicht wusste, ob ich einfach "ziehen und durchkurchkurbeln" kann, wie beispielsweise bei einer Krautbank, versuchte ich es. Schnurabriss. Bei dieser Aktion habe ich dann auch gleich die Mutter verloren, die die Kurbel hält. Da war die Freude natürlich riesig, da sie nicht besonders groß ist (war) und farblich in dunklem Lila gehalten ist, was die Suche im Kies nicht besonders vereinfacht. Auch wenn man von Miesmuschelschalen, deren Innenseite ungefähr den gleichen Farbton hat mal absieht.

    Ca. eine halbe Stunde später hatte ich dann auf der zweiten Rute auch einen Hänger. Ich habe wieder versucht ihn etwas zur Seite oder nach oben zu lösen. Ging nicht. Etwas Schnur geben, sodass sich das Blei möglicherweise freispült, funktionierte auch nicht. Die Folge war: wieder Abriss.

    Sicherlich war ich schlecht vorbereitet, da ich keine Taper-Tips hatte und zuvor die erste Rolle vor ihrem Einsatz nicht kontrolliert hatte. Zu schaffen machen mir jedoch die Hänger und Schnurabrisse an eigentlich einfachen Stränden. Nicht auszudenken, wenn ich auf einen hängerträchtigen Strand treffen würde.

    Habt ihr eine Ahnung, was das Problem sein könnte? Beim Einkurbeln kurbel ich relativ schnell und halte die Rute hoch. Wenn ich den Fisch finden will, dann lasse ich die Rute im Dreibein und kurbel lediglich etwas (ein paar Umdrehungen) an. Ist das falsch? Meist hatte ich nämlich anschließend diese Probleme. Mich würde auch interessieren, ob ich möglicherweise beim Versuch den Hänger zu lösen, etwas falsch mache. Ich finde es im Vergleich zu einer Spinnrute ziemlich schwer einzuschätzen, wie viel Kraft im Moment auf die Schnur wirkt. Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

    VG

  2. #2
  3. Mitglied
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    2

    AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Beim Einkurbeln halte ich die Rute erst Wagerecht und kurbel die Schnur auf. Dann ziehe ich mit einem Ruck (ähnlich wie beim Anschlagen) die Rute nach oben und kurbel ganz ein (oder eben nur 5m und lasse das Blei wieder absinken).

    Wenn ich einen Hänger habe, kurbel ich die Schnur ein, wickel die Schnur um die Hand (bei dünner oder geflochtener Schnur ein Handtuch um die Hand, dann die Schnur drum) und ziehe die Schnur stramm bis kurz vor Abriss. Meistens löst sich der Hänger nach einer kurzen Weile dann.

    Ein anderer Trick ist stramm kurbeln und schlagartig die Schnur freigeben. Ich halte davon nichts, weil das die Rolle zu stark belastet. Grundsätzlich: Nie nur mit Rolle und Rute versuchen den Hänger zu lösen. Die Rolle (Lager und Welle) leiden da schwer drunter. Also immer versuchen die Last vom Material zu halten.
    Gruß,
    Ingmar

  4. #3
  5. AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Vielen Dank Naicheiben

  6. #4
  7. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Zitat Zitat von Remulus Beitrag anzeigen
    Wenn ich den Fisch finden will, dann lasse ich die Rute im Dreibein und kurbel lediglich etwas (ein paar Umdrehungen) an. Ist das falsch? Meist hatte ich nämlich anschließend diese Probleme.
    Da ist das Hauptproblem, denn bei langsamen Ziehen zieht man die Haken und das Blei über Grund und alles, was da dann liegt oder wächst, hält dann Blei und/oder Haken fest. Mit deiner Methode suche ich Fische nur, wenn ich sicher bin, dass es dort keine Hänger gibt, sonst sind Abrisse vorprogrammiert.

    An hängerträchtigen Stränden möglichst reinwerfen und Blei liegen lassen und nicht über Grund ziehen. Will man dort Fische suchen, dann möglichst über die Wurfweiten verschiedenen Entfernungen anpeilen.

    Tricks zum Hängerlösen funktionieren meist nicht, weil dein Vorfach zu weit weg ist..., da müsste man schon 200m nach links oder rechts gehen, um den Winkel merklich zu verändern. Auch plötzliches Schnurlösen ist auf der Entfernung und bei der Dehnung schwierig... Meistens gibt es nur Fest und Abriss, oder es löst sich..., da muss man leider mit leben.
    Gruß Dorschgreifer Angeln in der Stör


  8. #5
  9. Mitglied Avatar von Bert
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    AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Moin Remulus,

    meinen Vorgängerbeiträgen ist wenig hinzuzufügen. Hänger passieren beim Brandungsangeln und sind dann kaum zu lösen. An hängerträchtigen Stränden verzichte ich allerdings auf die teure Keulenschnur und fische mit einer 40 mono.
    Gruß Bert Bin am Wochenende an dem Haus vorbeigefahren, in dem ich aufgewachsen bin. Habe bei den derzeitigen Bewohnern geklingelt und gefragt, ob ich kurz rein kann, mich erinnern. Sie haben nein gesagt. Manchmal hasse ich meine Eltern!

  10. #6
  11. Mitglied Avatar von kanalflunder
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    AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Hallo Angelfreunde,

    Zitat Zitat von dorschgreifer Beitrag anzeigen
    Da ist das Hauptproblem, denn bei langsamen Ziehen zieht man die Haken und das Blei über Grund und alles, was da dann liegt oder wächst, hält dann Blei und/oder Haken fest. Mit deiner Methode suche ich Fische nur, wenn ich sicher bin, dass es dort keine Hänger gibt, sonst sind Abrisse vorprogrammiert.

    An hängerträchtigen Stränden möglichst reinwerfen und Blei liegen lassen und nicht über Grund ziehen. Will man dort Fische suchen, dann möglichst über die Wurfweiten verschiedenen Entfernungen anpeilen.

    Tricks zum Hängerlösen funktionieren meist nicht, weil dein Vorfach zu weit weg ist..., da müsste man schon 200m nach links oder rechts gehen, um den Winkel merklich zu verändern. Auch plötzliches Schnurlösen ist auf der Entfernung und bei der Dehnung schwierig... Meistens gibt es nur Fest und Abriss, oder es löst sich..., da muss man leider mit leben.
    so ist es. Entweder du kannst den Hänger lösen oder Abriss.
    Daran denken, abgerissene Angelschnur ist auch Plastikmüll.
    Also besser, den Hänger irgendwie zu lösen.

    Mit Petri Heil
    kanalflunder

    Watt wär´n wa ohne Wattwurm?
    SAV Kanalfreunde e. V. Kiel

    Der Müll muß mit !!

  12. #7
  13. AW: Hänger beim Brandungsangeln --> Anfängerfehler?

    Vielen lieben Dank für die Antworten.

    Dann werde ich das mal ausprobieren.

    Ich berichte beim nächsten Mal.

    VG

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