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  1. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Ich fände es super wenn ein Mitglied des Fischereiabgeausschusses schreiben würde wie es wirklich zugeht. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass sich eben keine Leckerbissen zugeschanzt werden und auch nicht gemauschelt wird, über die Sitzungen wird hinterher ziemlich offen geredet. Bei dem einen oder anderen Antrag denkt man schon mal dass es vielleicht nicht hätte sein müssen, aber so laufen eben Abstimmungen, Meinungsverschiedenheiten sind gestattet. Ich bin auch aus der Abgabe gefördert, ja.. und die Entscheidung mein Projekt weiter zu fördern stand mit einer Stimme + auf der Kippe, wäre ein Teilnehmer krank geworden gäbe es mich nicht mehr, jedenfalls so nicht

    Die Anträge an die Fischereiabgabe werden mit den seitenlangen Begründungen rechtzeitig vor den Sitzungen an alle Mitglieder verschickt, damit alle auch ausreichend Zeit haben alles zu verstehen und zu diskutieren. Und selbstverständlich ist es erwünscht im Vorwege Fragen zu stellen oder sich bereits auf Entscheidungen zu einigen, damit das nicht den zeitlichen Rahmen der Sitzungen sprengt. Kein Platz für Verschwörungstheorien, denn da sind auch Mitglieder im Ausschuss, die - ja wie soll ich sagen - auch alles nach außen tragen können was nicht richtig läuft und die in keiner Weise mit den Fischereiverbänden verbandelt sind und auch selber keine Mittel beziehen.

    Was gäbe es für ein Geschrei, wenn einer der Verbände nicht versuchen würde für sich über geschickte Verhandlungen nicht das Maximale herauszuholen? In diesem Thema wird mir allerdings wieder deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt, was für die Angler am wichtigsten ist. Das erinnert mich an die Frage wer zuerst da war, Henne oder Ei oder so Blockaden wie "wir bauen einen Fischpass nicht, weil wir lieber das Geld für einen Kindergarten ausgeben. Das Ergebnis über die Studie zum Angeltourismus kann gut schon vorher festgestanden haben, auch unabhängig in den Köpfen der Teilnehmer, aber das bedeutet nicht, das jemand aus dem Ausschuss den Angeltourismus für unwichtig hält. Einigkeit (? nicht sicher) bestand eben bei der Frage der Förderfähigkeit, wobei Geldmangel wie gesagt bei der Fischereiabgabe kein Thema ist, deswegen kann da auch kein Kuchen zerteilt werden, niemand hat Zugriff auf das ganze Paket.

    Die Richtlinien sind in dem Zeitraum seit 2004 (ich in S-H) nicht wesentlich geändert worden, wenn überhaupt, die Fischhorizonte werden alle drei Jahre überarbeitet, manchmal dauert es etwas länger. Die beiden über 2 Jahrzehnte vollständig aus der Fischereiabgabe geförderten Bruthäuser sind ja nun gerade das Aushängeschild überhaupt, wenn es um den Angeltourismus geht. Ohne Ali Hahn gäbe es keine Forellen an der Ostseeküste aus Schleswig-Holstein und jetzt wird ihm sogar noch ein benötigtes Fahrzeug nicht gegönnt was dem einen sin Uhl....

    In Hamburg gab es Diskussionen zwischen Verband und Behörde, ob aus der Abgabe gefördert werden darf, wenn nicht alle Einzahler profitieren. Wie das nach Klärung durch eine Rechtsabteilung ausging weiß ich nicht im Detail, aber es werden weiter Mittel für Besatz in geschlossene Gewässer eingesetzt, für die es gar keine Gastkarten gibt.

  2. #22
  3. AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Von Muschelei habe zumindest ich nicht geschrieben, sondern lediglich angemerkt, dass es völlig egal für den Ausgang einer Abstimmung wäre, ob der Antragsteller abstimmen dürfe oder nicht. Im übrigen gibt es schon Aussagen aus bestimmten RIchtungen, dass es Teile in SH gibt, die den Angeltourismus gerne weghaben würden!

    Wenn man den Angeltourismus nicht aus der Fischereiabgabe fördern möchte, obwohl die seit Jahrzehnten einen Großteil der Fischereiabgabe aufbringen, ja was hält man dann für Angler für förderungsfähig? Wenn der Angeltourismus nicht förderfähig ist und demnach aus dem Bereich Wirtschaft gefördert werden soll, ja warum zahlen Angeltouristen dann eine Fischereiabgabe?

    Es werden ja auch barrierefreie Angelplätze gefördert, ein Projekt welches ich uneingeschränkt befürworte. Wo werden diese neuen Angelplätze entstehen? An Verbandsgewässern mit Karten vom LSFV oder auch an Plätzen, wo Angler mit Urlauberschein angeln dürfen?

    Es gibt in den letzten Jahren einige Urteile vom BVG zum Thema Sonderabgaben. Ich denke das wird ein spannendes Thema bleiben.

    An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass es mir nicht gegen die Fischereiabgabe als solches geht, sondern für mich Fairness und Gerechtigkeit eine tragende Rolle spielen. Diese Tugenden vermisse ich in der Behandlung des Angeltourismus. Die Entscheidung gegen die Studie kam für alle Beteiligten sehr üüberraschend, da alle Gespräche im Vorfeld positiv verlaufen sind. So spielt es für mich auch keine Rolle, ob auch andere gegen diese Studie gestimmt haben. Der BUND oder auch der Heimatbund treffen ihre Entscheidung entsprechend den eigenen Interessen und so etwas haben die Beteiligten auch vom LSFV erwartet. Die Interessen der Angler im Fischereiabgabeausschuss zu vertreten, ob Mitglied im LSFV oder nicht, sondern FÜR Angler stimmen, die mit ihrer Fischereiabgabe seit Jahrzehnten auch die Projekte des LSFV finanzieren.

  4. #23
  5. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    @Kai: ich habe an deinen Beiträgen nichts auszusetzen, mich leitet wahrscheinlich eine leicht paranoide Furcht, dass überall Verschwörungen vermutet werden, wenn kein Einblick möglich ist und Entscheidungen hinter geschlossenen Türen getroffen werden. Damit meine ich nicht besonders dich.. sondern alle die hier mitlesen sind potentiell gefährdet . Respekt für deinen Einsatz möchte ich mal äußern, das Thema verdient Aufmerksamkeit.

    Bildhaft ist die Fischereiabgabe für mich sowas wie ein Wasserhahn (kein Kuchen) den man für eine begrenzte Zeit ein bestimmtes Maß öffnen darf. Man muss sich vorher einer Prüfung unterziehen und einer Abstimmung stellen, dann wacht noch die Obere Fischereibehörde und das Ministerium (Fischereireferent) mit Argusaugen darüber, ob alles förderfähig ist, wissenschaftlich fundiert und die Anträge auch formal richtig auf aktuellen Formularen eingereicht wurden. Niemand kann alles Wasser auf einmal ablassen und nach Belieben verteilen, auch nicht die Behörden. Allerdings fließen die Mittel für einige Projekte schon recht lange, aber es muss bspw. für den Laichfischfang jedes Jahr neu beantragt werden. Wenn in den Förderrichtlinien stünde, der Laichfischfang darf nicht gefördert werden (rein hypothetisch und sinnbefreit) müssten Behörden und Ministerium alle Anträge ablehnen. Wenn aus den Förderrichtlinien klar hervorgeht, dass eine Studie über Angeltourismus förderfähig ist wird sie gefördert. In diesem Fall ging es nach meinem Wissen um eine anteilige Förderung an der sich niemand sonst beteiligen wollte, also eigentlich auch keine totale Ablehnung der Studie.

    Solidarität beruht sicher auf Gegenseitigkeit orakel ich mal ohne mich weiter erklären zu wollen. Ich bin auch gespannt ob die F-Abgabe vor Gericht landet und was dann daraus wird, in diesem Zusammenhang muss natürlich Lars Wernicke genannt werden.

  6. #24
  7. AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Moin,

    Zitat Zitat von Martin Purps Beitrag anzeigen
    Ich fände es super wenn ein Mitglied des Fischereiabgeausschusses schreiben würde wie es wirklich zugeht.


    Und zwar einer der beiden Verbandsvertreter, der uns dann erklärt, warum er meint, dass das alles "gut so" ist. Und wenn er nicht meint, dass das "gut so" ist, was der Verband nun dagegen zu unternehmen gedenkt. Ich denke, das ist das Mindeste, das man der größten Gruppe der Fischereiabgabezahler schuldet, nachdem man ihr Geld genommen und gegen den Antrag gestimmt hat...


    Viele Grüße!

    Achim
    Das ist die Seuche dieser Zeit: Verrückte führen Blinde.

  8. #25
  9. AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Zitat Zitat von Martin Purps Beitrag anzeigen
    @Kai: ich habe an deinen Beiträgen nichts auszusetzen, mich leitet wahrscheinlich eine leicht paranoide Furcht, dass überall Verschwörungen vermutet werden, wenn kein Einblick möglich ist und Entscheidungen hinter geschlossenen Türen getroffen werden. Damit meine ich nicht besonders dich.. sondern alle die hier mitlesen sind potentiell gefährdet . Respekt für deinen Einsatz möchte ich mal äußern, das Thema verdient Aufmerksamkeit.
    Danke für die Blumen! Richtig ist, dass es hier um fehlende Transparenz geht und man einfach mal versuchen muss, Änderungen herbeizuführen. Ob die Abgabe dann in der jetzigen Form (insbesondere die Vertreilung der Zuwendungen) eine Zukunft hat, bleibt abzuwarten.

    Zitat Zitat von Martin Purps Beitrag anzeigen
    Wenn aus den Förderrichtlinien klar hervorgeht, dass eine Studie über Angeltourismus förderfähig ist wird sie gefördert. In diesem Fall ging es nach meinem Wissen um eine anteilige Förderung an der sich niemand sonst beteiligen wollte, also eigentlich auch keine totale Ablehnung der Studie.
    Das Wirtschaftsministerium hätte sich an der Studie beteiligt und das Geld stand bereit. Schauen wir uns die Kampagne "Wir fischen.SH" an, so wird die Kampagne auch über die Fischereiabgabe finanziert. Hierbei geht es in erster Linie und überwiegend um die erwerbsmäßige Fischerei und dort gab es keine Einwände gegen Zuwendungen? Das löst dann auch wieder Fragezeichen bei mir aus!

    Zitat Zitat von Martin Purps Beitrag anzeigen
    Ich bin auch gespannt ob die F-Abgabe vor Gericht landet und was dann daraus wird, in diesem Zusammenhang muss natürlich Lars Wernicke genannt werden.
    Das ist erst einmal abhängig vom Ausgang des Widerspruchverfahren. Wenn ich richtig infomiert bin, gibt es bereits mehr als einen Widerspruch. Sobald der Widerspruchbescheid vorliegt, wird die weitere Vorgehensweise mit Juristen abgestimmt.

  10. #26
  11. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Das Wirtschaftsministerium hätte sich an der Studie beteiligt und das Geld stand bereit
    Nach meinem Wissen (leider nicht aus 1. Hand) reichte das eben nicht, die Förderung wäre überwiegend oder zu hoch aus der F-Abgabe erfolgt, insofern muss ich mich korrigieren, ich darf dann nicht schreiben, dass sich niemand beteiligen wollte, sondern niemand wollte sich ausreichend beteiligen, läuft dann auf das selbe hinaus....

    Schauen wir uns die Kampagne "Wir fischen.SH" an
    Leider habe ich hier nicht die Anträge zur Hand, mich interessiert es jetzt aber auch wo denn der Unterschied ist, der das eine förderfähig macht und das andere nicht. Ich gehe davon aus, dass es mindestens einen Unterschied gibt, im neuen Jahr habe ich vielleicht Zugang zu den Anträgen.

  12. #27
  13. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Die Obere Fischereibehörde hat mir mündlich mitgeteilt, dass das Projekt "WIR FISCHEN.SH" aus der Fischereiabgabe kofinanziert wird (25%?), der Hauptanteil der Förderung stammt aus dem EMFF = Europäischer Meeres- und Fischereifonds (75%). So ähnlich hätte es auch für die Studie über die Angelfischerei möglich sein sollen (Wirtschaftsministerium Land S-H statt EMFF), der Hauptanteil der Förderung wurde aber nicht wie ursprünglich angenommen oder vereinbart eingebracht. Obwohl die Obere Fischereibehörde die Studie unterstützt, wurde der Antrag zurückgestellt, bis die Förderung geklärt ist.

  14. #28
  15. AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    Danke für die Info, war mir so bereits bekannt, aber für andere sicherlich von Interesse. Warum kann eine Anglerstudie denn nicht zu 100% aus der Anglerabgabe finanziert werden?

  16. #29
  17. Moderator Avatar von Martin Purps
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    AW: Was hat es mit der Fischerei-Abgabe auf sich ??

    ....warum organisieren die Angler nicht ihre Anglerabgabe selber? Was wird dann aus der Fischereiabgabe und bspw. den Fischhorizonten, oh ein weites Feld...

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