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    Welse statt Zander

    Ich bin ja nun beileibe kein Anfänger mehr, was das Ansitzen auf Zander am ELK angeht. Aber seit einigen Jahren fange ich kaum noch Zander....statt dessen kleine Welse zwischen 45 und 70 cm. Den ersten Kontakt mit Wels im ELK hatte ich im Juli 2011, siehe auch hier: http://www.anglerforum-sh.de/showthr...Teufel-spricht .

    Zu dem Zeitpunkt beangelte ich den Kanal schon seit mindestens 10 Jahren, fast immer mit der gleichen Methode, und hatte eben meine Zander, aber nie einen Wels.

    Zum Thema Wels wurde bereits hier: http://www.anglerforum-sh.de/showthr...674#post271674 kurz etwas gesagt...

    Und wenn sie aus Wakenitz, Trave oder Elbe in den ELK gewandert sein sollten so wird das ja nicht erst in den 2000ern geschehen sein; bei einem natürlichen Vorkommen hätte es schon (rein statistisch) viel früher zu Welsfängen kommen müssen.

    Nun, gute 9 Jahre später, stellt sich die Situation (aus meiner Sicht und aus der Sicht einiger Angler, mit denen ich am Wasser gesprochen hatte) folgendermaßen dar:

    Zanderfänge auf Köderfisch werden immer seltener, stattdessen kommen jetzt kleine, untermaßige Welse an den Haken, in einer Häufigkeit und Anzahl, das mir Angst und Bange wird.

    Persönlich gefangen hatte ich in den Bereichen Büssau, Krummesse,Berkenthin und Lankau, mitunter 4-5 in einer Ansitznacht.Von maßigen Fängen am Kanal habe ich bisher nichts gehört, aber es muss dort ja maßige Welse geben, denn seit 2011 ist ja nun ein wenig Zeit vergangen, und die kleinen Welse kommen ja auch nicht aus dem Nichts...

    Und die Größe der Population dürfte dem LSFV nicht gerade bekannt sein; schließlich tauchen untermaßige Fische, da sie ja zurückgesetzt werden, nicht in den Fangstatistiken auf und fallen somit aus dem Raster.

    Ist etwas über maßige Welsfänge am ELK bekannt?

    Kann es sein das aufgrund der wärmeren Sommer die Welse überhand nehmen und als Nahrungskonkurrenten den Zander verdrängen?

    Ich jedenfalls plädiere aufgrund meiner Fänge für eine strikte Entnahme der Welse und somit auf ein Heruntersetzen des Mindestmaßes, notfalls als Sonderregelung für den ELK.

    Wie steht denn der Rest der Truppe hier dazu? Kann vielleihct jemand von anderen oder ähnlichen Erfahrungen berichten?
    "Ein lebendiger Fisch ist eher selten ein Problem für Angler. Ein toter hingegen stellt Ansprüche- bis zum Kochbuch"
    (Alexander Spoerl)

  2. #2
  3. AW: Welse statt Zander

    Dass die Welse die Zander verdrängen und man deshalb kaum noch Zander fängt, würde ich nicht damit bestätigt sehen. Nach meiner Beobachtung sind die rückläufigen Zanderfänge seit ein paar Jahren ein flächendeckendes Problem, also auch in abgeschlossenen Gewässern und in welchen wo gar keine Welse vorkommen. Ich denke Sie sind zwar da, aber Sie beissen nicht. Vielleicht liegts am Klimawandel, zuviel CO2 in Atmosphäre und Wasser, oder sonst was... Man weiss ja wie empfindlich Fische ( und besonders Zander) auf äussere Einflüsse/Veränderungen reagieren.
    ...come to our beach and watch us perform.

  4. #3
  5. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Welse statt Zander

    Welse sind an vielen Gewässern im Kommen. Wir haben Sie in der Stör auch schon... Zwar hatte ich selbst noch keinen beim Aalangeln als Beifang, ich weiß aber von Reusenstellern, dass sie ab und an mal welche drin haben und von Leuten mit dem Pödder, die sie aber aufgrund der Größe nicht aus dem Wasser bekommen haben. Im Hamburger Hafen hatte ich vor 3 Jahren auch mal 9 innerhalb von 1,5 Stunden, aber auch alles nur kleinere bis 60cm und meine Tochter einen von über einem Meter. In Stehenden, geschlossenen Gewässern können sie eigentlich nur aus Besatz stammen.

    Im ELK kann es natürlich sein, dass sie einer in sein Gewässer gesetzt hat, welches Zugang zum ELK hat, so kommen Sie dann auch da rein. Dazu können Sie auch aus der Elbe zuwandern.... Und wenn sie sich dann dort wohlfühlen, können sie sich da etablieren und vermehren, so ist der Lauf der Dinge. Und wo kleine sind, sind garantiert auch größere (gerade nach 9 Jahren, Fangmeldung aus 2011), nur die Fängt man nicht immer so einfach, weil sie sich eventuell auf eine Nahrung eingestellt haben, die wir als Angler nicht anbieten. Wie gesagt, bei mir an der Stör auf Einzelhaken mit Tauwurm nichts, auf dicken Pödder-Tauwurm-Bündel öfters...
    Gruß Dorschgreifer
    https://www.anglernord.de

  6. #4
  7. Mitglied Avatar von Kauli55
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    AW: Welse statt Zander

    Als langjähriger ELK-Angler interesssiert mich auch diese Entwicklung.

    Da mein Zielfisvch der Barsch ist, hatte ich mit Welsen bisher keine Berührungspunkte.

    Bin am Wochenende am ELK Ecke Hude von einem Fischereiaufseher kontrolliert worden. Beim Klönschnack speziell über den Grundelbestand , wurde berichtete er , dass im Kanal auch in diesem Jahr Probefischen durchgeführt worden sind.

    Höre sehr oft , dass die Angler über den Fischbestand des Kanals spekulieren. Wär nicht schlecht, wenn der Verband über die Fischentwicklung des Kanal informieren würde.
    Es grüsst aus Trittau
    Kauli 55

  8. #5
  9. Mitglied
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    AW: Welse statt Zander

    Zitat Zitat von Kauli55 Beitrag anzeigen
    Bin am Wochenende am ELK Ecke Hude von einem Fischereiaufseher kontrolliert worden.
    Dann waren wir nur ca 1800m auseinander. Ich wurde auch kontrolliert, war in der Nähe der Behlendorfer Schleuse:-)

    Das wäre dann in über 20 Jahren ELK-Angeln die 4. Kontrolle bei mir....aber mittlerweile wird es wohl häufiger geschehen, um Missbrauch des Online-Kartenverkaufs vorzubeugen bzw auch zu ahnden.

    Der Verband muss sicherlich erst einmal die Fangergebnisse des Probefischens auswerten und wird es wohl auf der Homepage veröffentlichen.
    "Ein lebendiger Fisch ist eher selten ein Problem für Angler. Ein toter hingegen stellt Ansprüche- bis zum Kochbuch"
    (Alexander Spoerl)

  10. #6
  11. Mitglied Avatar von Rene
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    AW: Welse statt Zander

    Was meinst du mit der Aussage : Missbrauch des Online-Kartenverkaufs vorzubeugen bzw auch zu ahnden. ?

  12. #7
  13. Mitglied Avatar von Carsten Carstens
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    AW: Welse statt Zander

    Im NOK sind die Zanderfänge im Bereich Dithmarschens auch nicht mehr so häufig, wie noch vor einigen Jahren. Woran das liegen mag, man kann da nur rätseln. Damals waren Angler von nah und fern und fingen ihre Zander.
    Jetzt sind die von nah noch da, die von fern weg. So auch der Zander, weg.

    Aber:
    Entweder werden jetzt kleine untermaßige Zander gefangen oder aber vereinzelnd große Zander. Die dann aber auf Köderfisch.

    Ich kann daneben liegen, aber ich denke, dass man die gut maßigen Zander vertwistert hat. Man hat zu viele entnommen und einige "schlaue" sind jetzt groß geworden und haben sich in der Nahrungsaufnahme umgestellt.
    Es kommen langsam kleine Zander nach, die man auch regelmäßig an der Twisterrute fängt.

    Ob das auch am ELK so ist, kann ich nicht sagen. Jedes Gewässer hat so seine Eigenarten.
    Gruß Carsten

  14. #8
  15. Mitglied
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    AW: Welse statt Zander

    Zitat Zitat von Rene Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit der Aussage : Missbrauch des Online-Kartenverkaufs vorzubeugen bzw auch zu ahnden. ?

    "Ahnden" ist falsch ausgedrückt, das können die Kontrolleure natürlich nicht. Strafanzeige stellen hingegen schon:

    https://lsfv-sh.de/2020/06/10/mitgli...nisscheinkauf/
    "Ein lebendiger Fisch ist eher selten ein Problem für Angler. Ein toter hingegen stellt Ansprüche- bis zum Kochbuch"
    (Alexander Spoerl)

  16. #9
  17. AW: Welse statt Zander

    ich kenne den elk nicht, aber der wels allein verdrängt niemanden.
    siehe ebro/po, traumhafte welsgewässer, wo allerdings auch sämtliche arten ganz hervorragend abwachsen.
    wenn ich das mal auf mir bekannte gewässer zu übertragen versuche.
    unser verein hat eine schöne moorkuhle mit richtig gutem aalbestand, nur fängt die kaum einer da irgendein spaßvogel vor jahren zwergwelse eingebracht hat.
    der aal ist immer noch da hat aber kaum chancen an den köder zu kommen, könnte auch bei euch zutreffen?
    an bisten- und langsee fangen wir seit drei jahren vermehrt zander, gute zander beim hechtschleppen auf richtig große gummilatschen im oberen gewässerdrittel.
    versuche mit köderfischen in der region bestätigt das.
    dazu, das wurde hier ja auch schon mal angesprochen, sind die zander immer später mit der laich durch.

    veränderungen - ja, aber nicht nur durch einen faktor ansich.
    das auto hat keine zukunft. ich setze auf das pferd.
    Kaiser Wilhelm II.
    gruß rené!

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