Quelle: Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
vom 30.07.08
Fischwilderer auf frischer Tat gestellt.

Zwei Männer festgenommen - Schaden von 5 000 bis 6 000 Euro

Breitenbach/MZ. Wegen Fischwilderei ermittelt die Kriminalpolizei gegen zwei Männer aus der Kreisstadt. Die 36 und 45 Jahre alten Sangerhäuser sollen vor einigen Tagen gewaltsam in ein umzäuntes Grundstück im Ortsteil Breitenbach eingedrungen sein. In einem dort befindlichen Fischteich warfen sie dann laut Polizei insgesamt vier Angeln aus.

Karl-Heinz Döring, der Besitzer des Grundstücks, züchtet in dem Teich nach eigenen Angaben Lachsforellen, Störe, Aale und Karpfen. Er hat die beiden Verdächtigen bei einem Kontrollbesuch selbst angeln gesehen. Eine zur Hilfe herbeigerufene Streifenwagenbesatzung der Polizei konnte sie dann kurze Zeit später noch auf frischer Tat vorläufig festnehmen.

Der Einbruch in das Breitenbacher Teichgelände war beileibe nicht der erste: "In den vergangenen Jahren hat es etwa 30 bis 40 derartige Taten gegeben", sagte Döring am Mittwoch der MZ. Zumeist hätten die Einbrecher Löcher in den Zaun geschnitten und seien so auf sein Grundstück gelangt. Wenn man den Verlust der Fische und die Kosten für die Zaunreparaturen zusammenrechne, sei ihm dabei ein Schaden in Höhe von insgesamt etwa 5 000 bis 6 000 Euro entstanden.

Döring will auch künftig an seinem Teich nach dem Rechten sehen: "Es wird dort weiterhin regelmäßig Kontrollen geben", kündigte er an. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sei Fischwilderei beileibe kein Kavaliersdelikt. Döring: "Ich kann vor so etwas wirklich nur warnen."

Laut Strafgesetzbuch kann Fischwilderei mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder Geldstrafe bestraft werden.