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    Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Das schrieb der Deutsche Depeschendienst (ddp)

    Umstrittener Fischräuber - Kormoran ist Vogel des Jahres 2010

    Berlin (ddp). Der Kormoran ist zum Vogel des Jahres 2010 erklärt worden. Mit der Wahl des in Europa weit verbreiteten „Meistertauchers“ wollen sich der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) für einen stärkeren Schutz des Vogels stark machen, wie beide Verbände am Freitag in Berlin mitteilten.

    Obwohl der Kormoran eine geschützte Art sei, werde er an deutschen Seen, Flüssen und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben, weil er als Fischräuber gelte. Angler und Sportfischer reagierten mit heftiger Ablehnung auf die Wahl.

    Die 80 bis 100 Zentimeter großen und bis zu drei Kilogramm schweren Vögel galten laut NABU in Mitteleuropa jahrzehntelang als ausgerottet. Erst dank eines konsequentem Schutzes seit Ende der 70er Jahre sei der Kormoran wieder an die Gewässer in Deutschland zurückgekehrt. Mittlerweile gebe es bundesweit wieder rund 24 000 Brutpaare. „Die Rückkehr des Kormorans ist ein Erfolg für den Vogelschutz“, sagte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann. Die Verbände hätten aber mittlerweile „wirklich Sorgen“, dass sich die Vertreibung des Vogels, der besonders häufig in großen Kolonien nahe der Küsten brütet, wiederholen könnte.

    In einem gemeinsamen „Kormoran-Management“ hätten nahezu alle Bundesländer zum Schutz ihrer Fischbestände Verordnungen erlassen, die den Schutz der Vögel untergraben würden, kritisierte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz: „Die Bilanz ist beschämend: Jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15 000 Kormorane getötet.“ Zum Teil werde der Abschuss selbst in Naturschutzgebieten und während der Brutzeit freigegeben. Sogar mit Lasergewehren sei schon Jagd auf den auch als „schwarzer Geselle“ verschrienen Vogel gemacht worden. „Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten“, sagte Sothmann. Außerdem würden durch die Jagd andere gefährdete Vogelarten wie die Rohrdommel und der Schwarzmilan gestört.

    Nach Ansicht der Naturschützer gibt es Alternativen für den Schutz von Fischbeständen vor dem Kormoran. So könnten etwa Fischteiche durch das Spannen von gut sichtbaren, weitmaschigen Drahtnetzen vor wirtschaftlichen Schäden geschützt werden. Außerdem könne die Einrichtung von Ruhezonen für Kormorane an natürlichen Gewässern die Schäden begrenzen. Die Wahl solle „keine Provokation sein, sondern ein Appell“, betonte Sothmann. Man wolle zeigen, was getan werden könne, um sowohl Kormoranen als auch Fischern „eine Zukunft an unseren Gewässern zu sichern“.

    Angler und Sportfischer kritisierten die Wahl des Kormorans dennoch als „außerhalb jeglicher Vernunft“. Manche Fischzucht-Betreiber seien durch den fliegenden Fischfresser „an den Rand des Ruins getrieben worden“, kritisierten der Verband Deutscher Sportfischer und der Deutsche Anglerverband. Mithilfe der Länderverordnungen hätten manche Fischarten wie etwa die Äsche, die durch den Kormoran in bayerischen Gebirgsflüssen fast ausgerottet worden sei, wieder etwas besser geschützt werden können. Die Verordnungen seien notwendig, um dem Vogel Einhalt zu gebieten.
    Der Kormoran ist der insgesamt 39. Vogel des Jahres. Der Vogel aus der Familie der Ruderfüßer, der mit Ausnahme Südamerikas in allen Regionen der Erde beheimatet ist, kann bis zu 90 Sekunden lang und bis zu 30 Meter tief tauchen. Sein mit Wasser vollgesogenes Gefieder lässt er danach von Wind und Sonne trocknen - laut NABU ein einzigartiges Verhalten in der Vogelwelt. Vogel des Jahres 2009 war der Eisvogel. Der Titel wird seit 1971 vergeben.

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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Und das schrieb der Evangelische Pressedienst


    Kormoran ist „Vogel des Jahres 2010“

    Berlin (epd). Der Kormoran ist der „Vogel des Jahres 2010“. Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern begründeten ihre Wahl am Freitag in Berlin damit, dass Fischer und Angler den bis zu drei Kilogramm schweren Fischbeuter zu Tausenden vertrieben. Bei den Fischern und Anglern löste die Kür des Kormorans heftige Proteste aus.

    „Jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15.000 Kormorane getötet“, erklärte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Den Angaben zufolge leben zwar durch die Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 wieder rund 24.000 Brutpaare in Deutschland. Berufsfischer und Angler versuchten jedoch, Politik und Behörden von angeblich massiven wirtschaftlichen Schäden und der Bedrohung einzelner Fischarten durch den Vogel zu überzeugen.

    „Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten“, erklärte der LVB-Vorsitzende Ludwig Sothmann. Fischfressende Vögel wie der Kormoran sollten als natürlicher Bestandteil der Gewässerökosysteme akzeptiert werden. „Der Umgang mit dem Kormoran ist ein Prüfstein für einen umsichtigen Artenschutz in Deutschland und Europa“, so die Verbände.

    Dagegen herrscht bei den Berufsfischern und Anglern nach eigenem Bekunden „große Verärgerung“ über die Entscheidung von NABU und LVB. Den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 zu ernennen, sei „ein Schlag in das Gesicht aller Demokraten und wirklichen Naturschützer“, erklärten der Verband Deutscher Sportfischer und der Deutsche Anglerverband in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Der Vogel mit seinem Fraßverhalten treibe Betreiber von Fischteichen an den Rand des Ruins. Der Kormoran habe zweifelsfrei eine Existenzberechtigung, heißt es deshalb in der Mitteilung weiter, aber er habe so wenig wie jede andere Art das Recht, andere Arten auszurotten, „nur weil er Federn hat“.
    Der Kormoran ist nach Angaben der Naturschutzverbände ein sogenannter Nahrungsopportunist, der bevorzugt Fische fängt, die er ohne großen Aufwand erbeuten kann. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem „Weißfische“ wie Rotaugen, Brachsen und andere Kleinfische. Der Vogel kann bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen. Einzigartig in der Vogelwelt sei sein Verhalten, sein mit Wasser vollgesogenes Gefieder von Wind und Sonne trocknen zu lassen, hieß es. Der Kormoran lebt in allen Erdteilen außer in Südamerika.

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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Und das schrieb die Deutsche Presseagentur


    Kormoran ist Vogel des Jahres 2010

    Berlin (dpa) - Der Kormoran ist Vogel des Jahres 2010. Mit seiner Wahl soll der Schutz des fischfressenden Vogels gestärkt werden. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern teilten am Freitag in Berlin mit, dass jährlich bis zu 15*000 Kormorane geschossen werden. Wegen seiner Verfolgung durch Fischer und Angler sei der Kormoran (phalacrocorax carbo) in Deutschland lange Zeit fast verschwunden, inzwischen lebten wieder rund 24*000 Brutpaare im Land. Der bis zu einem Meter große und bis drei Kilo schwere Vogel gilt als Meistertaucher, er kann bis zu 90 Sekunden und 30 Meter tief tauchen. Nach Angaben der Verbände gefährdet er keine Fischbestände.

    Nahezu alle Bundesländer haben laut Nabu dennoch Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz des Vogels untergraben. Die Tötung der Fischfresser sei flächendeckend erlaubt. Dabei müsse der Jäger nicht nachweisen, dass Schaden angerichtet worden sei. Nur dank einer Vogelschutzrichtlinie der EU hätten die meisten der heute existierenden Vogelkolonien vor allem in Küstenbereichen wieder angesiedelt werden können.
    Auch der Vorsitzende des bayerischen Vogelschutzverbandes, Ludwig Sothmann, betonte, die Kormorane würden keine natürlichen Fischbestände bedrohen und langfristig auch keine Fischarten gefährden. Probleme räumte Sothmann bei Fischzuchtanlagen und in Zentren der Teichwirtschaft ein. Dort könnten mit der Berufsfischerei Lösungen gefunden werden, um Platz für die Vögel und Fische zu sichern. So könnten Fischteiche durch weitmaschige und gut sichtbare Drahtnetze oder durch optische und akustische Signale geschützt werden.

    Der Kormoran ist außer in Südamerika weltweit verbreitet. Charakterisch sind seine grünen Augen. Wenn sein Gefieder nach Tauchjagden mit Wasser vollgesogen ist, lässt er es von Wind und Sonne trocknen. Dazu breitet der Großvogel die Flügel auf einem Ruheplatz aus. (Internet: www.nabu.de; www.vogel-des-jahres.de)

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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Das schrieb die Deutsche Presseagentur nach der VDSF-Stellungnahme:


    Streit um Kormoran als Vogel des Jahres 2010

    Berlin (dpa) - Der Kormoran ist Vogel des Jahres 2010. Die am Freitag in Berlin vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) verkündete Entscheidung für den fischfressenden Vogel löste bundesweit zum Teil heftige Proteste von Sport- und Berufsfischern aus. Der Nabu und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern unterstrichen, dass jährlich immer noch bis zu 15*000 Kormorane geschossen würden und die Art wegen der Verfolgung durch Fischer und Angler lange Zeit in Deutschland fast verschwunden gewesen sei.

    Fischereiverbände kritisierten dagegen, der Kormoran (Phalacrocorax carbo) habe durch übermäßigen Fischfraß in vielen Bundesländern die Betreiber von Fischzucht- und Teichanlagen an den Rand des Ruins getrieben.
    Nach Angaben der Naturschützer leben mittlerweile in Deutschland wieder rund 24*000 Brutpaare. Der bis zu einem Meter große und bis drei Kilo schwere Vogel gilt als Meistertaucher, er kann bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen. Nach Angaben der Verbände gefährdet er keine Fischbestände. Der Verband Deutscher Sportfischer und der Deutsche Anglerverband kritisierten die Naturschutzverbände wegen ihrer Wahl allerdings zum Teil scharf. Der Präsident des Fischereiverbands Bayern, Eberhard Roese, nannte die Wahl „in höchstem Maße ärgerlich“. In Europa gebe es zwei Millionen Kormorane „als Bedrohung für den Fischfang“. Im vergangenen Winter seien viele Gewässer „de facto vom Kormoran leer gefressen worden“.

    Der Vorsitzende des bayerischen Vogelschutzverbandes, Ludwig Sothmann, betonte dagegen, die Kormorane bedrohten keine natürlichen Fischbestände und gefährdeten langfristig auch keine Fischarten. Probleme räumte Sothmann bei Fischzuchtanlagen und in Zentren der Teichwirtschaft ein. Dort könnten mit der Berufsfischerei Lösungen gefunden werden, um Platz für die Vögel und Fische zu sichern. So könnten Fischteiche durch weitmaschige und gut sichtbare Drahtnetze oder durch optische und akustische Signale geschützt werden.

    Der Naturschutzbund Deutschland kritisierte seinerseits, dass nahezu alle Bundesländer Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz des Vogels untergraben. Die Tötung der Fischfresser sei flächendeckend erlaubt. Dabei müsse der Jäger nicht nachweisen, dass Schaden angerichtet worden sei. Nur dank einer Vogelschutzrichtlinie der EU hätten die meisten der heute existierenden Vogelkolonien vor allem in Küstenbereichen wieder angesiedelt werden können.

    Der Kormoran ist außer in Südamerika weltweit verbreitet. Charakteristisch sind seine grünen Augen. Wenn sein Gefieder nach Tauchjagden voller Wasser ist, lässt er es von Wind und Sonne trocknen. Dazu breitet der Großvogel die Flügel auf einem Ruheplatz aus. (Internet: www.nabu.de; www.vogel-des-jahres.de) ÄNaturschutzbundÜ: Charitéstraße 3, 10117 Berlin ÄLandesbund für VogelschutzÜ: Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein ÄDeutscher AnglerverbandÜ: Weißenseer Weg 110, 10369 Berlin Verband Deutscher Sportfischer: Siemensstraße 11-13, 63071 Offenbach dpa

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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Hier die Stellungnahme des VDSF dazu:

    Heftige Reaktionen bei den Fischereiverbänden auf NABU-Nominierung für „Vogel des Jahres 2010“

    09.10.2009

    Der Kormoran wird Vogel des Jahres 2010 - besser kann man nicht dokumentieren, dass NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) sich außerhalb jeglicher Vernunft und insbesondere außerhalb demokratischer Normen bewegen.

    Am 04. Dezember 2008 haben mehr als 96 % aller Abgeordneten des Europäischen Parlamentes aus allen 27 Mitgliedsstaaten dafür gestimmt, wegen der extremen Populationszunahme des Kormorans in den letzten 20 Jahren ein europäisches Kormoranmanagement zu prüfen. Diese MdEP sind ausgestattet mit dem demokratischen Votum der Bewohner von 27 Mitgliedsstaaten: für NABU und LBV gilt das nicht, es ist für sie uninteressant, was die demokratisch gewählten Volksvertreter beschließen. Sie sind in den Augen von NABU-Funktionären anscheinend zu dumm, den wahren Sachverhalt zu begreifen, nur NABU und LBV allein haben den Durchblick.

    In den einzelnen Bundesländern konnten im jahrelangen Kampf gegen eben solche Fundamentalisten und Negierer von Wahrheiten wie NABU und LBV Verordnungen zum Schutz der Fischbestände in den Teichanlagen, wo die Betreiber durch Kormoranfraß an den Rand des Ruins getrieben worden sind, Einhalt geboten werden. In den Bächen, Flüssen und Seen konnten Arten, die durch den Kormoran z. B. in den bayerischen Gebirgsflüssen zu 96 % (Äsche) ausgerottet worden sind, mit viel Mühe und großem finanziellem Aufwand wieder etwas besser geschützt werden.

    All diese Verordnungen wurden durch gewählte Volksvertreter und in der Umsetzung durch die jeweils regierenden Parteien in den entsprechenden Ministerien nach jahrelangem Nachweis der realen Schäden beschlossen.

    Für NABU und LBV noch lange kein Grund demokratisch gefasste Beschlüsse und Regelungen anzuerkennen.

    Vielmehr werden erneut völlig unverfroren Unwahrheiten sowohl zum Kormoran als auch zu den Schäden und insbesondere zum Fraßverhalten dieser zweifelsfrei in unsere Vogelwelt gehörende Spezies veröffentlicht. Er gehört in unsere Tierwelt, er hat eine Existenzberechtigung, aber er hat eben so wenig wie jede andere Art das Recht, andere Arten auszurotten, nur weil er Federn hat.
    NABU und LBV schrecken selbst vor so großen Lügen nicht zurück, dass "Edelfische" wie Äschen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge nur geringere Anteile in der Nahrung ausmachen und deshalb kein Schaden eintreten könne. Die TU München hat den aus dem Kormoranfraß resultierenden Schaden bei Äschen mit 96 % sicher wissenschaftlich bestimmt.

    Es interessiert sie auch nicht, dass mehr als 90 % aller typischer Fließgewässerfischarten auf der Roten Liste stehen und es ficht solche Kreise auch nicht an, wenn durch derartige Aktionen, wie sie nunmehr durch NABU und LBV initiiert werden, die Ausrottung noch viel schneller geht. Aber sie nennen sich Naturschützer.

    Dabei betreiben sie vielmehr ein sehr abscheuliches Spiel, indem sie…. "wirtschaftlich unbedeutende "Weißfische" wie Rotaugen, Brachsen und andere Kleinfische...... zur radikalen Dezimierung durch den Kormoran frei geben; schließlich ist es ja kein so bedeutendes Leben wie bei einem "Edelfisch".

    Das Benennen des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 ist ein Schlag in das Gesicht aller Demokraten und wirklichen Naturschützer. Es ist der hoffentlich letzte Versuch, das Rad der Entwicklung zurückzudrehen.

    „Wir als die wirklichen Schützer der Natur werden auch in Zukunft viel Geld in die Hand nehmen und viel Zeit opfern, um die Artenvielfalt in den Gewässern, wie schon in den letzten 20 Jahren praktiziert, hoch zu halten, wir werden auch Arten, die keinerlei wirtschaftliche Bedeutung haben, wieder heimisch machen und wir werden insbesondere die Politiker und die politischen Parteien bitten, dieser Negation der Demokratie Einhalt zu gebieten, damit Recht, Ordnung und Sachverstand auch bei NABU und LBV wieder eine Heimstatt finden“ fassen die Präsidenten des VDSF und des DAV Peter Mohnert und Prof. Dr. Werner Steffens die große Verärgerung der Angler und Berufsfischer in Worte.


    Offenbach und Berlin, den 9.10.2009

  10. #6
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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    So sehen es die Angler in Mecklenburg-Vorpommern:

    Fischer sehen Kormoran-Ehrung als „Provokation“ =

    Schwerin/Freest (dpa/mv) - Die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 hat in Mecklenburg-Vorpommern heftige Reaktionen ausgelöst. Die Küstenfischer reagierten mit Unverständnis auf die Entscheidung, sie sei „eine Provokation“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands der Kutter- und Küstenfischer, Michael Schütt, am Freitag in Freest. Probleme mit dem Kormoran, der täglich zwischen 300 und 500 Gramm Fisch verzehre und damit die Erträge der Fischer dezimiere, bestünden seit Jahren, ohne dass Lösungen in Sicht seien. Der Vogel, der sich auch in den Küstenregionen immer stärker ausbreite, müsse dort aktiv bekämpft werden, forderte Schütt. Bisher gilt die Kormoranverordnung des Landes, die regulierende Eingriffe in die Bestände wie Brut-Störung oder auch Tötungen erlaubt, nicht für Küstenregionen.

    Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV) begrüßte hingegen die Ehrung des geschützten Kormorans und forderte eine Abschaffung der Kormoranverordnung. Die Natur sei sehr wohl in der Lage, den Bestand des Kormorans selbst zu regulieren, auch ohne menschliches Zutun. Mittlerweile würden alljährlich wieder 15 000 Kormorane in Deutschland abgeschossen, sagte der OAMV- Vorsitzende Klaus-Dieter Feige. Damit werde die Naturschutzarbeit der vergangenen Jahrzehnte mit Füßen getreten. Dass der Kormoran sich vorwiegend von Aal und Edelfisch ernähre, sei falsch.

    Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern hatten am Freitag den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 bestimmt. Mit der Wahl solle der Schutz des fischfressenden Vogels gestärkt werden. Dank der Naturschutzbemühungen lebten nach der fast vollständigen Ausrottung inzwischen wieder rund 24 000 Brutpaare in Deutschland. Nach Angaben des Landes sind mehr als die Hälfte - rund 14 500 Brutpaare - in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause.

    Agrarminister Till Backhaus (SPD) sagte, es sei einerseits nachvollziehbar, dass man einen Vogel, der auf der Roten Liste der geschützten Arten stehe, in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rücke. Andererseits verursache die Überpopulation des Kormorans in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Schäden für die Fischer. Er forderte wissenschaftliche Studien darüber, welche Bestandsgrößen für den Erhalt erforderlich seien. Backhaus sprach sich für ein europaweit einheitliches Bestandsmanagement aus. ÄAgrarministeriumÜ: Paulshöher Weg 1, 19061 Schwerin ÄFischereigenossenschaftÜ: Am Hafen, 17440 Freest

  12. #7
  13. Daumen runter AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Kaum traute ich meinen Augen, als ich am gestrigen Abend die Kieler Tageszeitung zur Hand nahm, und las, was NABU- Funktionäre sich erdreistet haben. Allzu gerne möchte man die Herren und Damen mal mit an die Gewässer nehmen, vielleicht in Begleitung eines (Nebenerwerbs-) Fischers. Da in den letzten Jahren kein Reaktorunfall oder ähnliches stattgefunden hat, aber ganze Jahrgänge des Fischbestandes fehlen, müsste selbst den NABU- Aktivisten auffallen, dass Kormorane hier am Werke waren. Die Aussage, Kormorane beschränkten sich bei ihrer Nahrungssuche im wesentlichen auf "Nicht- Edelfische", erscheint grotesk, denn ein wesentlicher Teil des Gewässerbesatzes sind eben nicht die Edelfische, die Angler, Fischer und Konsumenten schätzen. Also logischerweise auch nicht überproportional im Magen der schwarzen See-Entgräter zu finden. Raubfische und -Vögel machen ja meist auch nicht gezielt Jagd auf Edelfische. Bei einem durchschnittlichen Futterbedarf von 300 bis 450 g pro Vogel und Tag scheint es aber unverständlicherweise nicht in den Köpfen von NABU- Verantwortlichen angekommen zu sein, dass dadurch verheerende Folgen für die Gewässer als Ökosystem, die Fischereiwirtschaft, wie auch den Tourismus entstehen.
    Falls sich die Verantwortlichen nicht mehr an die Größe der Vogelkolonien erinnern, die unsere heimischen Gewässer in den vergangenen Jahren, vor allem bis 2007/2008 überfielen- Augen auf !
    Weithin und überall sichtbar sind die Spuren vergangener Jahre, als Kormorane durch ihre bloßen Exkremente ganze Waldflächen zum Absterben brachten. Vielleicht beim nächsten Weihnachtsmarktbesuch auf Gut Dobersdorf oder anderswo mal über das Wasser zu schauen, könnte schon Abhilfe schaffen, Baumruinen durch Vogelschiss auf breiter Fläche!
    Wie die Bäume, so das gesamte Ökosystem. Besonders eindrucksvoll ist die "demographische Entwicklung" bei langsam wachsenden Fischarten in natürlichen Seen. Hier fehlen, zum Beispiel in den als fischreich bekannten holsteinischen Seen, fast komplett die Barsche und Zander in für den Menschen begehrter Größe- Folge einiger fetter Kormoranjahre in der Vergangenheit.
    Eine kleine Kolonie mit 100 Vögeln angenommen: 100 X 350 Gramm X 365 Tage pro Jahr entspräche einem zu verkraftenden Fischverlust für das Beuterevier von etwa 13 Tonnen.
    Angesichts der Tatsache, dass im funktionierenden Ökosystem der Jahre vor der Kormoran- Populationsexplosion eben dieser Kormoran eine unbedeutende Rolle gespielt hat, umso verheerender in der durchschlagenden Wirkung.
    Leise keimt in mir der Verdacht, hier könnte ein übergeordneter Gedanke im Spiel sein. Diese, offensichlich rein als Provokation auserwählte Krönung des Kormorans, so kurz vor der Spendensaison könnte wirtschaftlichen Ursprunges und Willens sein. Wenn ein Musikstar seine Plattenverkäufe ankurbeln will, ein Filmstar vor der Premiere steht-
    provoziert er einen Skandal...

  14. #8
  15. Mitglied Avatar von Michael Kuhr
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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Kormorane fressen ja nur kleine Fische und fügen den Fischern keinen Schaden zu. Außerdem gibt es nicht so viele von den Kormoranen. Die Fotos sprechen Bände!!!!

  16. #9
  17. Mitglied Avatar von dorschgreifer
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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Zitat Zitat von Michael Kuhr Beitrag anzeigen
    Kormorane fressen ja nur kleine Fische und fügen den Fischern keinen Schaden zu. Außerdem gibt es nicht so viele von den Kormoranen. Die Fotos sprechen Bände!!!!

    Michael, das will doch kein Vogelschützer sehen. Und ob die Fischbestände im Gewässer zusammengebrochen sind oder nicht, das sieht ein Außenstehender auch nicht.

    Die sehen immer nur das, was sie sehen wollen.
    Gruß Dorschgreifer
    https://www.anglernord.de

  18. #10
  19. LSFV-Geschäftsführer
    Rechtsanwalt
    Avatar von Robert Vollborn
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    AW: Kormoran Vogel des Jahres 2010

    Und noch eine Stellungnahme ist hier, die des LSFV.

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