Quelle:idw-online.de vom 10.04.08

Dr. Michael Welling, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Vom 14. bis 18. April 2008 tagt der Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschuss für Fischerei (STECF) der Europäischen Union im Institut für Seefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Hamburg. Der STECF ist das wichtigste wissenschaftliche Beratungsgremium der EU im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik.
Das Gremium setzt sich mit aktuellen fischereibiologischen, fangtechnischen und fischereiökonomischen Fragestellungen auseinander, um Empfehlungen für politische Entscheidungen zu erarbeiten. Im Vordergrund der aktuellen Sitzung stehen Fischereiressourcen im Mittelmeer und Schwarzen Meer, die Sardelle in der Biskaya, Fischereitechnik, die Kapazität der Fischereiflotten im Verhältnis zur Bestandsnutzung, sowie das Fischerei-Datenerhebungsprogramm der EU.

Das gastgebende Institut für Seefischerei stellt ein Mitglied im STECF und ist federführend für den deutschen Teil des Fischerei-Datenerhebungsprogramms verantwortlich. Zusammen mit dem vTI-Institut für Ostseefischerei in Rostock trägt es Basisdaten und eigene Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Arbeitsgruppen und beratenden Ausschüssen der EU und des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) bei. Das Institut liefert zudem wissenschaftliche Grundlagen im Rahmen internationaler bzw. regionaler Fischereiorganisationen oder Konventionen.

Hintergrund:
Das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, wurde zum 1. Januar 2008 aus der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft und Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft neu errichtet. Es umfasst 15 Fachinstitute und ist eine Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
Der Fischereiausschuss STECF setzt sich aus 32 europäischen Fachwissenschaftlern zusammen, die bei Bedarf weitere Experten hinzuziehen können. Der Ausschuss hat zahlreiche Untergruppen, die den Zustand der Fischbestände, die wirtschaftliche Situation des Fischereisektors, Management-Maßnahmen und den Einfluss der Fischerei auf die Ökosysteme begutachten. Der Ausschuss trifft in der Regel dreimal pro Jahr zu Plenarsitzungen zusammen.

Weitere Informationen:
Dr. Christoph Stransky
vTI-Institut für Seefischerei, Hamburg
E-Mail: christoph.stransky@vti.bund.de
Tel.: 040 38905-228


URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news254868

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie und Biotechnologie, Land- und Forstwirtschaft, Ökologie, Wirtschaft
überregional

Forschungs-/Wissenstransfer, wissenschaftliche Tagungen